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Editorial Globetrotter-Magazin


Globetrotter Magazin

Magazin Nr. 123

Mit Reisen die Welt in ein anderes Licht rücken

Liebe Weltentdecker

In was für einer Welt leben wir eigentlich? Diese Frage stellen sich in letzter Zeit viele von uns wohl häufiger als auch schon. Wird alles nur noch schlimmer? Das ignorante Machtgehabe von Politikern, die ökologischen Probleme, die soziale Ungerechtigkeit, die Kriege und die Flüchtlingsströme. Doch wird es tatsächlich immer schlimmer? Der kanadische Evolutionspsychologe Steven Pinker (Seite 92) behauptet, dass die Welt über die vergangenen Jahrhunderte immer friedlicher geworden ist, wir dies jedoch nicht realisieren, weil wir das Weltgeschehen vor allem durch die Brille der Medien sehen und beurteilen. Bilder von Gewalt, Kriegen, Terroranschlägen und Naturkatastrophen dominieren die Berichterstattung und prägen unsere Wahrnehmung. Natürlich passieren all die schrecklichen Dinge, doch dies ist nur die halbe Wahrheit. Es gibt auch haufenweise positive Entwicklungen, die jedoch leider von negativen Schlagzeilen verdrängt oder überdeckt werden.

 

Ich gebe zu, angesichts der vielen Probleme und Unsicherheiten könnte man tatsächlich die Zuversicht verlieren. Eines meiner persönlichen Rezepte gegen Entmutigung und Resignation heisst: reisen! Draussen in der weiten Welt eigene Eindrücke sammeln, die Wunder unseres Planeten erleben und Menschen mit ganz anderen kulturellen Hintergründen auf Augenhöhe begegnen. Und dabei erfahren, dass es viel mehr Verbindendes gibt als Trennendes.

 

Es gibt viele hoffnungsvolle Projekte, die zu einer besseren Welt beitragen. Eines heisst «Trash Hero» und wurde von Roman Peter und ein paar seiner Freunde vor vier Jahren initiiert. Im Interview ab Seite 36 erzählt der junge Luzerner, wie er sich am Strand einer unbewohnten Insel im Süden Thailands über den vielen angeschwemmten Abfall ärgerte. Er begann, vor Ort Müllsammelaktionen mit Einheimischen und Touristen zu organisieren. Seither ist die Bewegung, die sich über die sozialen Medien organisiert, in neun Ländern tätig, und fast 50 000 Helfer haben bisher 350 Tonnen Abfall gesammelt. Ein Engagement, das Anerkennung verdient!
Die Geschichte von «Trash Hero» zeigt beispielhaft auf, warum wir alle paar Jahre im Globetrotter-Magazin eine Liste mit Kontaktadressen von Hilfswerken, Entwicklungs- und Naturschutzorganisationen publizieren. Eine Reise kann Augenöffner sein und das Bewusstsein schärfen für soziale und ökologische Missstände. Vielleicht lösen Schlüsselerlebnisse beim Weltentdecken sogar Betroffenheit aus, die zu einem persönlichen Engagement führt. Die praktische Adressenübersicht (Seiten 93–98) soll Mut dafür machen und zu Taten anregen.

 

Martin Luther soll einmal gesagt haben: «Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.» Dem kann ich nur beipflichten, wobei ich eher zum Reisepass, denn zur Gartenschaufel greifen würde.

 

Herzlich

Andy Keller

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