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Ruanda – im Land der tausend grünen Hügel

von Agnes Langer

Ich bin hin und weg und erkläre Ruanda zu meinem Favoriten auf meiner halbjährigen Reise durch Afrika! Mich erstaunt, wie wenig Leute wissen, wo Ruanda heute steht. Der Genozid von 1994 ist bei vielen von uns noch omnipräsent – zu Recht. Ja, es gibt hier Probleme mit dieser Vergangenheit, die es in anderen Ländern nicht gibt.
Umso mehr bin ich beindruckt und erstaunt, als ich feststelle, dass Ruanda ein Vorzeigebeispiel ist, wie ein Land sich zum Positiven entwickeln kann. Die Hauptstadt Kigali ist blitzblank, ja eigentlich das ganze Land, Plastiktüten sind verboten, das Land ist super organisiert: Keine überfüllten Busse, wohl das sicherste Land Afrikas, die Strassen sind in einem Top-Zustand und die Landschaft mit den Tausenden grünen Hügeln haut mich aus den Socken.
Nach ein paar Tagen in Kigali beschliesse ich, einen Mietwagen aufzutreiben. Die beste Entscheidung! Ich entdecke den Regenwald und Seen, erklimme Vulkane, gehe auf Schimpansentracking und auf Selbstfahrer-Safari.
  • Kigali

    Kigali

    Am ersten Tag gehe ich auf eine organisierte Stadttour in Kigali. Die Stadt polarisiert. Neben ganz top modernen, neuen Gebäuden, findet ich auch das farbenfrohe Afrika wieder. Was aber heraussticht, ist wie sauber alles ist und zwar überall. Und alles erscheint top organisiert: Vieles lässt sich online und über Handy-Apps buchen, wie zum Beispiel das Töfftaxi oder das Essen, das man sich bequem nach Hause liefern lassen kann. Und dazu locken auch ganz hippe Cafés und Restaurants. Ich bin begeistert.

  • Auf City Tour mit Eric von GoKigali

    Auf City Tour mit Eric von GoKigali

    Wir starten die Tour mit Eric bei einer langen Graffiti-Wand. Der Boden ist ungeteert rot-braun und die Farben der Graffitis stechen heraus. Hier konnten die Künstler ein Thema wählen und ihr Bild dazu sprayen. Jedes Bild erzählt eine Geschichte.

  • Auf dem Markt

    Auf dem Markt

    Auf dem Markt lässt sich eigentlich alles einkaufen, von Essen über Kleidung bis hin zu Werkzeugen. Wir entdecken und testen alle Früchte, wie zum Beispiel die «tree tomato», von der ich bis anhin noch nie etwas gehört habe.

  • Auf alten und neuen Wegen

    Auf alten und neuen Wegen

    Per Boot überqueeren wir den Fluss und reisen wie die Locals – das Boot geht fast unter. Aber was solls, die vier Touristen an Bord sorgen für Abwechslung. Auf der anderen Seite angekommen, machen wir uns auf zum Genozid Museum. Es ist so viel mehr als ein Museum, eigentlich ist es eine Gedenkstätte und der Besuch ist ein absolutes Muss.

  • Nyungwe Forest

    Nyungwe Forest

    Heute bekomme ich mein Mietauto und fahre los in den Süden, zum Nyungwe Forest. Für mich ist dieser Ort magisch und mein persönlicher Höhepunkt in Ruanda. Die verschiedenen Grünfarbtöne, die Geräusche und mystischen Nebelschwaden am Morgen sind einfach einzigartig. Hier habe ich zwei verschiedene Unterkünfte organisiert, von wo aus ich Wanderungen unternehme.

  • Chimpansen Tracking im Nyungwe Forest

    Auf Schimpansentracking

    Heute gehts auf zum Schimpansentracking. Zu zweit mit zwei Guides starten wir die Wanderung. Eine der herausforderndsten Wanderungen überhaupt! Im Visitor Center erhalten wir die Information, dass wir wohl in drei Stunden wieder zurück sind. Wir kämpfen uns mit der Machete durch dichtesten Regenwald, hoch und wieder hinunter. Völlig ausser Kraft werden wir nach drei Stunden endlich belohnt und dürfen die Tiere beobachten. Danach heisst es aber, alles wieder zurückzugehen...

  • Gisakura – in den Teeplantagen

    Gisakura – in den Teeplantagen

    Ich kann ganz spontan noch eine Übernachtung in einer fantastischen Lodge ergattern. Definitiv eine meiner top Favoriten-Lodges in Afrika. Die Lage mitten in den Teeplantagen und der angrenzende Regenwald mit all seinen Grüntönen werde ich nie vergessen. Am Nachmittag gehen wir selbst Tee pflücken und lernen, auf was wir bei dieser Arbeit achten müssen.

  • Wunderbare Aussichten

    Wunderbare Aussichten

    Ich mache eine Wanderung durch die riesigen Teeplantagen von Gisakura. Der Ausblick ist fantastisch. Ich bin froh, bin ich mit einem Guide unterwegs, denn plötzlich begegnen wir einem grossen Rudel agressiver Paviane. Zum Glück fährt gerade ein Truck mit Arbeitern vorbei, und wir dürfen hineinhüpfen.

  • Grün, grüner, Teeplantagen

    Grün, grüner, Teeplantagen

    Auf der Wanderung entdecken wir ausserdem die Colobus Monkeys, verschiedene Vögel und diverse Pflanzen, und all das nicht mal direkt im Park sondern in den Teeplantagen. Unglaublich.

  • Lake Kivu

    Lake Kivu

    Mit dem Auto fahre ich weiter in Richtung Kibuye. Die Strasse dem Lake Kivu entlang ist eine reine Panoramastrasse mit wundervollen Aussichtspunkten. Angekommen in Karongi fahre ich zu meiner Unterkunft, von wo aus ich die Region erkunde. Der Lake Kivu mit seinen Inselchen zeigt sich hier von seiner tollsten Seite – nur das Wetter ist etwas grau.

  • Das Land der tausend Hügel

    Das Land der tausend Hügel

    Nicht umsonst wird Ruanda auch «das Land der tausend Hügel» genannt. Hinter jedem Hügel folgen weitere. Das meiste Land wird aber landwirtschaftlich genutzt; Ruanda ist eines der am dichtesten besiedelten Länder. Ein Acker reiht sich an den nächsten.

  • Teeproduktion in Gisenyi

    Teeproduktion in Gisenyi

    In Gisenyi besuche ich die Pfunda Teeproduktionsstädte. Ruanda produziert einen der besten Tees auf dem Kontinent. Hierhin werden alle gepflückten Teeblätter der Region geliefert, dann verarbeitet und schliesslich nach Mombasa in Kenia verfrachtet.

  • Am Strand

    Am Strand

    Heute Nachmittag lege ich einen Beach Break ein. Ja, am Lake Kivu kann man Badeurlaub machen. Hier tummeln sich die Wohlhabenden aus Kigali und die Expats. Es ist interessant, die verschiedenen Leute in diesm Land zu erleben. Sei es der einfache Bauer auf dem Lande oder die Upper Class aus der Stadt.

  • Musanze – Ausgangspunkt zum Volcanoes Nationalpark

    Musanze – Ausgangspunkt zum Volcanoes Nationalpark

    Von Gisenyi aus fahre ich weiter nach Musanze, das ich als Basis nutze, um den Volcanoes Nationalpark zu erkunden. Hier reiht sich ein Vulkan an den anderen. Viele kommen hierher, um die Gorillas hier zu erleben. Ich verschiebe das aus kostentechnischen Gründen auf meine nächste Destination – Uganda. Nein, hier werde ich stattdessen den Mount Bisoke (3711m) besteigen.

  • Volcanoes National Park

    Volcanoes Nationalpark

    Ist das eine Menschenmenge, die sich am Morgen beim Visitor Center besammelt: Ich habe meine Wanderung im Volcanoes Nationalpark unwissentlich für Feiertag und ein verlängertes Wochenende geplant und so sind hier nicht nur Touristen unterwegs, sondern auch viele Locals und Expats aus Kigali. Mit ganz viel Trändendrüsenarbeit ergattere ich mir ein letztes Ticket.

  • Mount Bisoke – der Aufstieg beginnt

    Mount Bisoke – der Aufstieg beginnt

    Auch wenn wir eine Riesentruppe sind, verteilt sich das sehr bald, denn jeder geht sein eigenes Tempo. Erst wandern wir noch durch Felder, langsam geht es aber bergauf und es wird richtig steil. Es geht immer und immer weiter nach oben. Zum Glück hat es kürzlich nicht geregnet, ansonsten wäre der Aufstieg eine noch viel grössere Tortur.

  • Ohne Gepäck geht es viel leichter

    Ohne Gepäck geht es viel leichter

    Erst dachte ich ja, ich schaffe das und trage meinen Rucksack selber. Ein gepäckloser Träger geht aber ständig in meiner Nähe. Nach einer Weile entscheide ich mich, ihm meinen Tagesrucksack mit drei Liter Wasser, Lunch und schwerer Spiegelreflexkamera zu übergeben. Er strahlt, denn das heisst, Job und Einkommen. Und ich kann auch strahlen, es läuft sich so viel besser ohne das ganze Gewicht.

  • Bizarre Pflanzenwelt

    Bizarre Pflanzenwelt

    Bald sind wir oben, und die Pflanzenwelt sieht hier ganz anders aus. Wir befinden uns nun über der Regenwaldzone und bestaunen die eigenartigen Pflanzen.

  • Oben angekommen

    Oben angekommen

    Endlich komme ich auf 3711 Metern über Meer an. Ich bin so froh, dass ich es geschafft habe und belohne mich mit Mittagssnacks. Erst einmal essen und dann das obligate Foto vor dem Kratersee machen.

  • Twin Lakes

    Twin Lakes

    Von Musanze fahre ich mit drei anderen Reisenden zurück nach Kigali, mache aber einen langen und trotzdem sehr lohnenswerten Umweg um die Twin Lakes – Lake Ruhondo und Lake Burera. Immer wieder halten wir bei fantastischen Aussichtspunkten an.

  • Auf Safari im Akagera Nationalpark

    Auf Safari im Akagera Nationalpark

    Im Akagera Nationalpark gehe ich eigenständig mit meinem Mietauto auf Safari. Ich habe für die zwei Nächte zwei separate Lodges im Park gebucht. Ich freue mich auf das Abenteuer und etwas Komfort in einem fanastischen Camp.

  • Tiersichtungen

    Tiersichtungen

    Nach der Bootssafari gestern Nachmittag fahre ich heute durch den ganzen Park zu einer anderen Lodge im Norden. Auf dem Weg entdecke ich diverse Tiere, während ich mit einer Tsetsefliegen-Plage in meinem Auto kämpfe. Ich erschlage ca. 50 Fliegen über den ganzen Tag verteilt. Ich hätte die Fenster geschlossen halten sollen. Man lernt.

  • Abenteuer

    Abenteuer

    Für das Mittagessen halte ich bei einer Picknickstelle mit überdachten Tischen. Gleich davor befindet sich ein Tümpel mit Hippos. Als ich hinfahre, stehen noch zwei weitere Autos da. Kurz darauf fährt ein Auto weg und nach ein paar Minuten auch das zweite. Ich bin ganz alleine an diesem Picknickplatz, der offen und nicht umzäunt ist. Ich hoffe sehr, dass die Hippos und Löwen bleiben, wo sie sind.

  • Wunderbare Landschaft

    Wunderbare Landschaft

    Ich komme beim Zeltcamp im Norden des Parks an und bin erstaunt zu sehen, dass ihr der einzige Gast bin. Die beiden Gastgeber kümmern sich ganz wunderbar um mich und drücken mir schon mal einen Feldstecher in die Hand.

  • Eine schlaflose Nacht

    Eine schlaflose Nacht

    Gemütlich geniesse ich den Tee beim Feuer. Es soll eine kurze Nacht werden. Morgens um vier Uhr wache ich auf und höre, wie die Löwen ganz in der Nähe brüllen. Zudem bewegt sich etwas um mein Zelt herum. Ich denke daran, dass ich hier der einzige Gast bin. Meine Augen könnten nicht weiter aufgerissen sein, und ich sehe mich schon als Häppchen... Als endlich der Tag anbricht und ich aufstehe, erzähle ich den Gastgebern von den nächtlichen Geräuschen. Sie entgegnen nur, dass sie nichts gehört haben. Safari ahoi!

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Tipps

  • Auf einer Mietwagenrundreise das Land eigenständig entdecken. Die Strassen sind in sehr gutem Zustand.

  • Eine Regenjacke einpacken.

  • Im Nyungwe Forest ein Schimpansentracking unternehmen.

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