Ruanda und Uganda – Ein Roadtrip mit dem 4x4

von Gabriela Neuhaus

Ist es möglich, diese beiden Länder individuell mit dem Mietfahrzeug zu entdecken? Diese Frage stellen wir uns zu Beginn der Planung unserer vierwöchigen Reise. Nach einiger Recherchearbeit und mit etwas Afrikaerfahrung wagen wir es, dieses Abenteuer in Angriff zu nehmen. Beide Länder beeindrucken uns mit ihrer Geschichte, Kultur und den Menschen, sowie der Tierwelt in den Savannen und Regenwäldern. Dennoch bestehen einige Unterschiede. Die Strassen in Ruanda sind in einem ausgezeichneten Zustand, während diejenigen in Uganda oft ziemlich abenteuerlich sind. Das kleinere Ruanda ist sehr hügelig und unglaublich fruchtbar und grün, mit hübschen kleinen Seen und grossen erloschenen Vulkanen. Uganda ist landschaftlich sehr vielseitig. Hier gibt es Regenwälder, Hochgebirge, Talebenen und weite Savannen.
  • Bei einer lokalen Agentur mieten wir diesen Toyota Prado 4x4, Jg. 2001, welcher trotz seines Alters in sehr gutem Zustand ist. Er ist unübersehbar als «Tourist Vehicle» gekennzeichnet, was andere unseren vorsichtigen Fahrstil verzeihen lässt.

    Unser 4x4-Fahrzeug mit Pop-Up Dach

    Bei einer lokalen Agentur mieten wir diesen Toyota Prado 4x4, Jg. 2001, welcher trotz seines Alters in sehr gutem Zustand ist. Er ist unübersehbar als «Tourist Vehicle» gekennzeichnet, was andere unseren vorsichtigen Fahrstil verzeihen lässt.

  • Trotz guter Strassenverhältnisse herrscht nur wenig motorisierter Verkehr. Armut ist vielerorts gegenwärtig, und die Wenigsten können sich eine Fahrkarte für den Bus, geschweige denn ein eigenes Fahrzeug, leisten. Vielmehr dienen die Strassen als Wege für unzählige Fussgänger und Fahrräder.

    Auf Ruandas Strassen

    Trotz guter Strassenverhältnisse herrscht nur wenig motorisierter Verkehr. Armut ist vielerorts gegenwärtig, und die Wenigsten können sich eine Fahrkarte für den Bus, geschweige denn ein eigenes Fahrzeug, leisten. Vielmehr dienen die Strassen als Wege für unzählige Fussgänger und Fahrräder.

  • Ganz im Osten des Landes besuchen wir den Akagera-Nationalpark und übernachten in zwei verschiedenen Camps. Der Park ist hervorragend organisiert, und wir erhalten alle nötigen Informationen über Routen und Tierbeobachtung, so dass wir uns ganz ohne Guide in die Wildnis wagen können.

    Akagera-Nationalpark

    Ganz im Osten des Landes besuchen wir den Akagera-Nationalpark und übernachten in zwei verschiedenen Camps. Der Park ist hervorragend organisiert, und wir erhalten alle nötigen Informationen über Routen und Tierbeobachtung, so dass wir uns ganz ohne Guide in die Wildnis wagen können.

  • Unterwegs soll auch etwas ältere Geschichte Platz haben. Im «King's Palace Museum» lernen wir viel über das Leben am ehemaligen Königshof und die traditionellen Rituale. Dieses Gebäude zeigt den  Königspalast, wie er über die vergangenen Jahrhunderte ausgesehen hat.

    Alter Königspalast in Nyanze

    Unterwegs soll auch etwas ältere Geschichte Platz haben. Im «King's Palace Museum» lernen wir viel über das Leben am ehemaligen Königshof und die traditionellen Rituale. Dieses Gebäude zeigt den Königspalast, wie er über die vergangenen Jahrhunderte ausgesehen hat.

  • Zu jedem Palast gehörte auch ein Gebäude für das Milchmädchen, welches für die frische Milch zuständig war, und für den Bierjungen, welcher täglich frisches Bananenbier für den König und seine Gäste braute.

    Bananenbier für den König

    Zu jedem Palast gehörte auch ein Gebäude für das Milchmädchen, welches für die frische Milch zuständig war, und für den Bierjungen, welcher täglich frisches Bananenbier für den König und seine Gäste braute.

  • Einst diente diese Rinderart als Statussymbol oder Zahlungsmittel für die Könige. Je grösser die Hörner, desto höher ist der Wert dieser Tiere. Auch heute sind sie noch in einigen Regionen Ostafrikas anzutreffen.

    Statussymbol Ankolerind

    Einst diente diese Rinderart als Statussymbol oder Zahlungsmittel für die Könige. Je grösser die Hörner, desto höher ist der Wert dieser Tiere. Auch heute sind sie noch in einigen Regionen Ostafrikas anzutreffen.

  • Am Lake Kivu geniessen wir ein paar erholsame Tage und mieten ein kleines Boot oder spazieren durch die Kaffeeplantagen entlang des Ufers. Der See bildet die Grenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.

    Lake Kivu

    Am Lake Kivu geniessen wir ein paar erholsame Tage und mieten ein kleines Boot oder spazieren durch die Kaffeeplantagen entlang des Ufers. Der See bildet die Grenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo.

  • Die Vulkanlandschaft an der Grenze zu Uganda ist atemberaubend. Dieses Gebiet ist auch die Heimat der Berggorillas und vieler weiterer Primatenarten. Hier verbringen wir die Weihnachtstage und machen und auf die Suche nach den seltenen Goldmeerkatzen.

    Virunga-Nationalpark

    Die Vulkanlandschaft an der Grenze zu Uganda ist atemberaubend. Dieses Gebiet ist auch die Heimat der Berggorillas und vieler weiterer Primatenarten. Hier verbringen wir die Weihnachtstage und machen und auf die Suche nach den seltenen Goldmeerkatzen.

  • Es handelt sich dabei um eine der seltensten Affenarten der Welt. Sie leben ausschliesslich in den Wäldern der Virunga-Vulkane und sind noch wenig erforscht. Wir beobachten eine Gruppe von Tieren, die flink durch das dichte Gestrüpp und von Baum zu Baum springen, oder genüsslich an saftigen Bambusblättern kauen.

    Golden Monkeys (Goldmeerkatzen)

    Es handelt sich dabei um eine der seltensten Affenarten der Welt. Sie leben ausschliesslich in den Wäldern der Virunga-Vulkane und sind noch wenig erforscht. Wir beobachten eine Gruppe von Tieren, die flink durch das dichte Gestrüpp und von Baum zu Baum springen, oder genüsslich an saftigen Bambusblättern kauen.

  • Diese Fahrradfahrer, welche Waren aller Art auf teilweise sehr steilen Strassen transportieren, verdienen immer wieder unseren grössten Respekt! Eine solche Ladung Kartoffeln kann gut mal 200 kg wiegen.

    Die Helden der Strassen

    Diese Fahrradfahrer, welche Waren aller Art auf teilweise sehr steilen Strassen transportieren, verdienen immer wieder unseren grössten Respekt! Eine solche Ladung Kartoffeln kann gut mal 200 kg wiegen.

  • Ein lokaler Guide führt uns in ein Dorf, wo wir viel über die Tradition der Einheimischen lernen. Diese Familie stellt Haushaltswaren und Kunsthandwerk aus Bast her. Im Hintergrund ist ein traditioneller Regenschutz zu sehen.

    Handwerk aus Bast

    Ein lokaler Guide führt uns in ein Dorf, wo wir viel über die Tradition der Einheimischen lernen. Diese Familie stellt Haushaltswaren und Kunsthandwerk aus Bast her. Im Hintergrund ist ein traditioneller Regenschutz zu sehen.

  • Ein Gruppe Dorfbewohner probt für die Feierlichkeiten am Abend. Trommelrhythmen und Gesänge tönen uns entgegen. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welchem Gleichmut und welcher Lebensfreude die Menschen trotz oft grosser Armut ihren Alltag meistern.

    Vorbereitung auf das Fest am Abend

    Ein Gruppe Dorfbewohner probt für die Feierlichkeiten am Abend. Trommelrhythmen und Gesänge tönen uns entgegen. Es ist immer wieder beeindruckend, mit welchem Gleichmut und welcherLebensfreude die Menschen trotz oft grosser Armut ihren Alltag meistern.

  • Bye Bye Ruanda! Nun haben wir die Grenze zu Uganda überschritten und geniessen den Blick über den Lake Bunyonyi. Dank guter Instruktion des Fahrzeugvermieters und mit etwas Ausdauer gelingt es uns, die notwendigen Papiere an den verschiedenen Aus- und Einreiseschaltern abzustempeln. Beim Roten Kreuz werden wir – wegen der im nahen Kongo ausgebrochenen Ebolaseuche – kurz auf Fieber getestet und registriert. Der Ruandische Zöllner verabschiedet uns freudig, der ugandische begrüsst uns entsprechend. Wir wechseln die Spur, denn ab nun gilt Linksverkehr.

    Willkommen in Uganda

    Bye Bye Ruanda! Nun haben wir die Grenze zu Uganda überschritten und geniessen den Blick über den Lake Bunyonyi. Dank guter Instruktion des Fahrzeugvermieters und mit etwas Ausdauer gelingt es uns, die notwendigen Papiere an den verschiedenen Aus- und Einreiseschaltern abzustempeln. Beim Roten Kreuz werden wir – wegen der im nahen Kongo ausgebrochenen Ebolaseuche – kurz auf Fieber getestet und registriert. Der Ruandische Zöllner verabschiedet uns freudig, der ugandische begrüsst uns entsprechend. Wir wechseln die Spur, denn ab nun gilt Linksverkehr.

  • Die Freude auf dieses Highlight steigt von Tag zu Tag und endlich ist es soweit! Nach einem professionellen Briefing werden wir von erfahrenen Rangern durch den dichten Regenwald geführt. Plötzlich ertönt ein Rascheln und Knacken in der Ferne...

    Gorilla Trekking im Bwindi Forest

    Die Freude auf dieses Highlight steigt von Tag zu Tag und endlich ist es soweit! Nach einem professionellen Briefing werden wir von erfahrenen Rangern durch den dichten Regenwald geführt. Plötzlich ertönt ein Rascheln und Knacken in der Ferne...

  • Wir klettern durch unwegsames und dicht bewachsenes Hügelgelände, bis wir endlich die Gorillafamilie erreichen. Der muskulöse Silberrücken zeigt uns stolz, wer hier der Boss ist. Was für eine atemraubende Begegnung!

    Silberrücken

    Wir klettern durch unwegsames und dicht bewachsenes Hügelgelände, bis wir endlich die Gorillafamilie erreichen. Der muskulöse Silberrücken zeigt uns stolz, wer hier der Boss ist. Was für eine atemraubende Begegnung!

  • Während ihren Streifzügen durch den Regenwald verbingen die Berggorillas etwa die Hälfte des Tages mit Fressen. Sie ernähren sich je nach Jahreszeit hauptsächlich von Grünpflanzen, Samen und Baumrinde.

    Berggorillas auf Futtersuche

    Während ihren Streifzügen durch den Regenwald verbingen die Berggorillas etwa die Hälfte des Tages mit Fressen. Sie ernähren sich je nach Jahreszeit hauptsächlich von Grünpflanzen, Samen und Baumrinde.

  • Im südlichen Teil der Nationalparks, an der Grenze zum Kongo, liegt der Ishasha-Sektor. Er ist vor allem bekannt für die «tree climbing lions», hier in der Ferne sichtbar. Dieses aussergewöhnliche Verhalten der Löwen ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt.

    Queen Elizabeth Nationalpark (QENP)

    Im südlichen Teil der Nationalparks, an der Grenze zum Kongo, liegt der Ishasha-Sektor. Er ist vor allem bekannt für die «tree climbing lions», hier in der Ferne sichtbar. Dieses aussergewöhnliche Verhalten der Löwen ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt.

  • Es sind nur wenige Fahrzeuge in diesem Teil des QENP unterwegs, und wir geniessen die Einsamkeit in der unendlich weiten Savanne. In der Ferne erblicken wir eine riesige Elefantenherde. Mindestens vierzig Tiere jeden Alters streifen an uns vorbei. Ein unvergesslicher Moment!

    Ganz allein mitten in der Wildnis

    Es sind nur wenige Fahrzeuge in diesem Teil des QENP unterwegs, und wir geniessen die Einsamkeit in der unendlich weiten Savanne. In der Ferne erblicken wir eine riesige Elefantenherde. Mindestens vierzig Tiere jeden Alters streifen an uns vorbei. Ein unvergesslicher Moment!

  • Auf der Fahrt durch diese sehr beeindruckende Kraterlandschaft verlassen wir den QENP und überqueren den Äquator Richtung Norden. Wir blicken auf einen sehr vielseitigen Nationalpark zurück, welcher uns mit seiner Tierwelt, den Savannen, Regenwäldern, Sümpfen, Seen und Kratern so richtig in den Bann gezogen hat.

    Kraterlandschaft

    Auf der Fahrt durch diese sehr beeindruckende Kraterlandschaft verlassen wir den QENP und überqueren den Äquator Richtung Norden. Wir blicken auf einen sehr vielseitigen Nationalpark zurück, welcher uns mit seiner Tierwelt, den Savannen, Regenwäldern, Sümpfen, Seen und Kratern so richtig in den Bann gezogen hat.

  • Im Budongo Forest machen wir uns auf die Suche nach unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen. Die Primaten sind viel lebhafter als die Gorillas und bewegen sich flink von Ast zu Ast. Wir amüsieren uns über die teils sehr menschenähnlichen Verhaltensweisen. Studien belegen eine über 99% genetische Übereinstimmung mit dem Menschen.

    Schimpansen im Murchison Falls Nationalpark

    Im Budongo Forest machen wir uns auf die Suche nach unseren nächsten Verwandten, den Schimpansen. Die Primaten sind viel lebhafter als die Gorillas und bewegen sich flink von Ast zu Ast. Wir amüsieren uns über die teils sehr menschenähnlichen Verhaltensweisen. Studien belegen eine über 99% genetische Übereinstimmung mit dem Menschen.

  • Hier stürzen die tosenden Wassermassen des Victoria Nils mit voller Wucht durch eine breite Schlucht in die Tiefe. Mit diesem überwältigenden Naturschauspiel geht unsere unvergessliche Reise langsam zu Ende.

    Murchison Falls

    Hier stürzen die tosenden Wassermassen des Victoria Nils mit voller Wucht durch eine breite Schlucht in die Tiefe. Mit diesem überwältigenden Naturschauspiel geht unsere unvergessliche Reise langsam zu Ende.

BeratungsterminAnfrage

Tipps

  • Offline Strassenkarten, z.B. Google Maps oder Maps.me, herunterladen.

  • Gorilla Trekking Permits sind pro Tag limitiert. Vorausbuchung unbedingt empfehlenswert!

  • Ein Besuch im Genozid Museum in Kigali liefert viele Informationen über die schreckliche Tat von 1994. Gleichzeitig ist es Zufluchtsort für die Hinterbliebenen, um den Verstorbenen zu gedenken.

Kontaktieren Sie uns

Unter dieser Nummer erreichen Sie unsere Reiseberater während den Öffnungszeiten der Filialen.

(+41) 0848 000 844

(CH: Festnetz-Tarif, Ausland: internationale Gebühren fallen an)

BESTELLANGABEN

Ihr Warenkorb ist zur Zeit leer.

MERKLISTE