Marokko mit einem privaten Fahrer – mehr als Marrakesch

von Sandra Jakob

Im Dezember habe ich zusammen mit einer Kollegin während zweier Wochen den Süden von Marokko bereist. Die erste Woche sind wir mit einem privaten Fahrer von Marrakesch in Richtung Wüste gefahren und zurück an die Küste. Anschliessend habe ich beim Surfen die Wellen Marokkos getestet. Komm mit auf meine Reise und erfahre, weshalb mir Marokko so gut gefallen hat.
  • Riad in Marrakesch

    Marrakeschs zauberhafte Riads

    Unsere Reise beginnen wir in Marrakesch, wir verbringen drei Nächte in der "roten Stadt". Vor der Tür unseres Riads fragen wir uns, ob wir hier wohl richtig sind. Die Riads befinden sich teils in verwinkelten Gassen und sind von aussen kaum zu erkennen. Wir haben Glück und werden freundlich empfangen. Wir sind überwältigt von der Schönheit des Innenhofs – der Start unserer Reise ist definitiv geglückt.

  • Marrakesch

    In den Gassen von Marrakesch

    Bereits am ersten Abend schlendern wir durch die engen Gassen Marrakeschs. Weit kommen wir allerdings nicht, da es uns immer wieder in die kleinen Geschäfte zieht. Wir testen uns ein wenig im Feilschen und geniessen anschliessend ein Abendessen bei einer Garküche unter Einheimischen auf dem berühmten Platz Djemaa El Fna.

  • Souk Marrakesch

    Sich verlieren im Souk

    Den nächsten Tag widmen wir dem bunten Markt Marrakeschs, dem berühmten Souk. Dazu gehört es, sich in den Gassen zu verirren und sich treiben zu lassen. Wir vergessen die Zeit und unser Smartphone zeigt am Ende des Tages fast ganze 15 gegangene Kilometer an! Todmüde und glücklich fallen wir in unsere Betten.

  • Marrakesch Gewürze

    Die Farben Marrakeschs

    Schnell fällt uns das handwerkliche Geschick und die Gastfreundlichkeit der Einheimischen positiv auf. Vor meiner Reise habe ich oft gehört, dass die Marokkaner aufdringlich und unfreundlich sein sollen, wir lernen eine andere Seite kennen. Weiter begeistern uns die verschiedensten Gewürze mit ihren Farben, welche immer wieder einen Fotostopp wert sind.

  • Tichka-Pass

    Der Hohe Atlas

    Wir verlassen Marrakech und fahren mit unserem Guide via Tichka-Pass in den Hohen Atlas (2260 m), welcher zu dieser Jahreszeit auf den Spitzen mit Schnee bedeckt ist. Dies wirkt für uns surreal, Marokko und Schnee? Doch im Winter können die Marokkaner im Hohen Atlas sogar Ski- und Snowboard fahren. Unterwegs werden wir mit fantastischen Ausblicken belohnt.

  • Ait Ben Haddou

    Kasbah Ait-Ben-Haddou

    Wir stoppen bei der berühmten Kasbah (arabische Festung aus Lehm) Ait-Ben-Haddou, die UNESCO-Weltkulturerbe ist. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Präsenz in vielen bekannten Hollywoodfilmen wie zum Beispiel "Gladiator". Die passenden Filmstudios dazu befinden sich im Nachbarsort Quarzazate.

  • Skoura

    Oase in Skoura

    Wir verbringen die Nacht in der Oase Skoura. Diese Ortschaft befindet sich inmitten von Palmenhainen und im Hintergrund wirkt das Gebirge vom Hohen Atlas fast etwas unecht. In Skoura gibt es weitere wunderschöne Kasbahs. Wir besuchen eine davon und decken uns im Rosen-Tal bei Skoura noch mit Rosenwasser und Crèmes aller Art (ebenfalls aus Rosen) ein. Unser Fahrer verrät uns sein Lieblingsgeschäft, wo er immer für seine Frau einkauft.

  • Strassen Marokkos

    Auf den Strassen Marokkos

    Weiter geht es durch das Dadès-Tal. Unterwegs geniessen wir die wunderschönen und sehr abwechslungsreichen Landschaften. Die Strassen sind in sehr gutem Zustand und wir kommen ohne Probleme voran. Ab und zu überholen wir Einheimische, die mit Eselnkarren unterwegs sind oder sogar zu Fuss schwer mit Gepäck beladen sind.

  • Dadès-Schlucht

    Die imposante Dadès-Schlucht

    Im Dadès-Tal befindet sich die bekannte Dadès-Schlucht. Der Vorteil im Dezember ist, dass dann nicht mehr so viele Touristenbusse hier sind und wir den herrlichen Ausblick beinahe für uns haben. Nicht weit entfernt liegt auch die Todra-Schlucht. Die Meinungen gehen weit auseinander, welche Schlucht denn nun das grössere Highlight sein soll. Gerne verrate ich dir, was mir besser gefallen hat.

  • Töpfer

    Begabte Handwerker

    Auf dem Weg in Richtung Wüste besuchen wir bei Tamegroute die bekannte alte Bibliothek und die Koranschule. In einer lokale Töpferei sehen wir wie Marokkos farbenprächtige Töpfe und Schüsseln hergestellt werden.

  • Schalen aus Marokko

    Farbige Kunstwerke

    Natürlich nehmen auch wir ein paar Souvenirs mit nach Hause. Die Entscheidung fällt bei der riesigen Auswahl schwer. Da wir direkt ab Fabrik kaufen können, sind die Preise umso attraktiver.

  • Erg Chegaga

    Mit dem 4x4 und Musik zur Wüste

    Unser Fahrer schaltet auf 4x4 um und wir geniessen eine unterhaltsame Fahrt durch den Wüstensand in Richtung Wüstencamp. Auch Khalid, unser Fahrer, hat seinen Spass und kommt mit unserer modernen/aktuellen Musik sichtlich auf Touren. Unterwegs treffen wir auf eine Rucola-Oase mitten in der Wüste und sehen die ersten Dromedare.

  • Wüstencamp

    Wüstencamp in Erg Chegaga

    Wir kommen sicher bei unserer Unterkunft, einem luxuriösen Camp, in der Wüste des Erg Chegaga an. Ein Traum wird wahr, denn schon immer hat mich die Schönheit und Ruhe der Wüste fasziniert. Unser Zelt verfügt über ein richtiges Bett, eine Dusche sowie eine Toilette. Im Dezember wird es hier in der Nacht ganz schön kalt, warme Kleider sind deshalb empfehlenswert. Dafür haben wir das Camp und die überaus freundlichen Berber praktisch für uns.

  • Sonnenuntergang Wüste

    Licht der Sonne und der Sterne

    Das Erg Chegaga ist mit einer Länge von ca. 40 km und einer Höhe von bis zu 300 m die grösste Dünengruppe der Region. Nach einem traumhaften Sonnenuntergang geniessen wir den unbeschreiblich schönen Sternenhimmel, inklusive Sicht auf die Milchstrasse.

  • Die Berber

    Die Berber von Marokko

    Die Berber, die indigenen Bewohner Marokkos und anderer afrikanischer Länder, waren ursprünglich Nomaden und sind heute mehrheitlich sesshaft. Viele von ihnen leben in der Wüste und arbeiten heute in den Wüstencamps. Wir haben die Berber als sehr höflich, musikalisch und aufgestellt kennengelernt. Natürlich darf auch in der Wüste das Nationalgetränk Marokkos nicht fehlen: der Minztee.

  • Gesang am Lagerfeuer

    Gesang am Lagerfeuer

    Jeden Abend entfachen die Berber ein heimeliges Lagerfeuer und sorgen mit Trommeln und Gesang für richtiges Campingfeeling.

  • Dromedar-Tour

    Auf dem Rücken des Dromedars

    Am nächsten Tag geht es mit den Vierbeinern durch die Wüste. Mit original marokkanischer Kopfbedeckung schützen wir uns gegen die starke Sonne. Anfänglich fühlen wir uns auf dem Dromedar wohl, am Ende des Tages sind wir bzw. unser Hinterteil jedoch ziemlich froh, wieder auf eigenen Füssen stehen zu können.

  • Zuhause der Nomaden

    Besuch bei den Nomaden

    Wir reiten zu einem Zuhause von Nomaden. Hier sehen wir wie einfach und arm diese Leute mitten in der Wüste leben. Natürlich werden wir auch hier mit einem Minztee aus der orientalischen Kanne begrüsst.

  • Teppiche Marokkos

    Handmade in Marokko

    Wir verlassen die Wüste und fahren in Richtung Taroudant. Auf dem Weg halten wir bei einer Teppichmanufaktur und sehen mit eigenen Augen, wie die schönen marokkanischen Teppiche hergestellt werden. Ich hatte nicht vor einen Teppich mit nach Hause zu bringen, konnte dann aber den Farben und Mustern nicht wiederstehen. Verhandelt habe ich direkt mit der Weberin.

  • Arganbäume

    Baum des Lebens

    In der Gegend von Taroudant wachsen kilometer- und hügelweise Arganbäume oder Bäume des Lebens, wie sie auch genannt werden. Nicht nur die Ziegen lieben die Früchte der Bäume, daraus wird auch das weltbekannte und teure Arganöl gewonnen. Wir stoppen bei einer Argan Kooperative und sehen was für (Kosmetik-)Produkte aus diesem wertvollen Öl hergestellt werden.

  • Safran

    Frischer Safran aus Südmarokko

    Marokko ist aber nicht nur bekannt für Arganöl sondern auch für seinen feinen und frischen Safran. Unser Fahrer hält beim Safranbauer seines Vertrauens und wir können uns mit dem tollen Gewürz für zu Hause eindecken. Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine Safranrisottos nun noch feiner schmecken.

  • Taghazout

    Willkommen in Taghazout

    Nach einer Nacht in Taroudant, dem "Bruder Marrakeschs" und bekannt für die vielen Orangenbäume, kommen wir an der Küste im aufstrebenden und hübschen Taghazout an.

  • Taghazout Unterkunft

    Hippe Unterkünfte in Taghazout

    Die letzten Tage verbringe ich hier mit Surfen, Yoga, Essen und Sonne tanken. Ich habe eine Surf- und Yogaunterkunft gebucht. Vor Ort stelle ich fest, dass es an zentralerer Lage viel hippere Surf-/Yogahouses gibt. Gerne kann ich dir meine Tipps verraten, denn ich habe verschiedenste Unterkünfte besichtigt.

  • Surfen im Marokko

    Perfekte Wellen

    Die Wellen in Taghazout und Tamraght sind sind bekannt und halten was sie versprechen. Ich komme voll auf meine Kosten. Ebenfalls hat es süsse Cafés und Restaurants, wo ich mich nach dem Surfen wieder mit Energie auftanken kann.

  • Bye Marokko

    Auf Wiedersehen

    Mit Muskelkater, aber viel Sonne im Herzen, heisst es für mich Abschied nehmen. Marokko ist für mich der perfekte Mix aus Natur, Kultur und Strand/Surfen – ich komme bestimmt wieder.

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Tipps

  • In Marrakesch unbedingt in einem Riad übernachten.

  • Warme Kleider mitnehmen in den Wintermonaten und für die Wüste.

  • Eine Hammam-Behandlung ausprobieren.

  • Safran mit nach Hause bringen.

  • Passende Unterkunft zum Surfen auswählen.

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