Ladakh & Zanskar – im indischen Himalaya zur Erntezeit

von Sarah Schlegel

Eine Reise nach Ladakh und Zanskar im September ist sehr reizvoll. Die Erntezeit steht an. Die Hauptreisezeit ist vorbei und es wird ruhiger. Die Tage sind nicht mehr ganz so heiss, jedoch werden die Nächte langsam kühl. Ich erlebe einen Mix aus Kulturreise und Trekking auf abgelegenen Wegen. Die raue Landschaft und die Herzlichkeit der Menschen faszinieren mich sehr.
  • Überraschung in Leh

    Überraschung in Leh

    Mein erster Tag in Leh und ich erfahre, dass gerade das Ladakh Festival stattfindet und ich die Gelegenheit erhalte, Maskentänze zu sehen. Das Festival findet nicht jedes Jahr zum selben Datum statt und dauert oft unterschiedlich lange. Deshalb wird es nicht gross angekündet. Die Maskentänze sind sehr spannend, obschon die Geschichten nicht immer einfach zu verstehen sind.

  • Auf dem Weg nach Zanskar

    Auf dem Weg nach Zanskar

    In den ersten Tagen fahren wir zu unserem Ausgangsort für das Trekking in Zanskar. Auf holprigen Strassen kämpfen wir uns durch den Staub, werden jedoch immer wieder mit tollen Aussichten belohnt.

  • Es ist Erntezeit

    Es ist Erntezeit

    Die Gersten- und Weizenernte ist je nach Höhenlage gerade in vollem Gange. Die Leute schleppen 40 bis 60 Kilo auf dem Rücken um die Ähren zum Dreschen zu bringen.

  • Unterwegs zu den Weiden

    Unterwegs zu den Weiden

    Nebst dem Getreide sind die Tiere das zweite Standbein jeder Familie in Zanskar. Je nach Dorf werden grössere oder kleinere Herden jeden Tag in die Höhe getrieben um sie am Abend wieder in den Schutz des Dorfes zurückzuholen. Auch Raubtiere wie Schneeleoparden und Wölfe sind in dieser Gegend zu Hause.

  • Blick von oben

    Blick von oben

    Von früh bis spät wird geerntet. Alle Hände helfen mit, denn es ist immer noch viel Handarbeit. Dort, wo es Strassen gibt, haben die Menschen immer häufiger auch Maschinen, welche ihnen einige Arbeiten erleichtern.

  • Kloster von Pukthal

    Kloster von Pukthal

    Ein eindrücklicher Anblick: Die Kloster in Ladakh und Zanskar sind oft auf einem Hügel gebaut und thronen über dem Tal. Einige wie hier Pukthal kleben in der Felswand, da sie aus einer Meditationshöhle entstanden sind. Eine Puja (heiliges Ritual) mitzuerleben ist etwas sehr spannendes, auch wenn es für uns Westler oft schwierig ist, so lange im Schneidersitz zu bleiben. Die Mönche sind nicht immer ganz bei der Sache. Vor allem die jungen Mönche sind oft am Grimassen schneiden, Rumalbern oder Schlafen.

  • Einsame Wege entlang des Flusses Tsarap

    Einsame Wege entlang des Flusses Tsarap

    Unser Weg schlängelt sich entlang des Tsarap Chu auf einer früheren Salzkarawanenroute. Der Weg ist nur für Schwindelfreie, da es zum Teil steil in die Tiefe geht und nicht immer alles perfekt befestigt ist. Die Berge hier sind immer etwas in Bewegung durch die extremen Wetterbedingungen.

  • Begegnungen auf dem Feld

    Begegnungen auf dem Feld

    Den ganzen Tag begegnen wir niemandem. Erst als wir in die Nähe eines sehr abgelegenen Dorfes kommen, sind Leute auf den Feldern am Gras schneiden. Wir bleiben für einen Schwatz stehen. Der Ort liegt mindestens einen Tagesmarsch von der nächsten Strasse entfernt, mit Gepäck auf dem Rücken sind es eher zwei Tagesmärsche.

  • Shade, Dorf in Zanskar

    Abgelegenes Dorf

    18 Familien leben in diesem Dorf. Dazu gehören drei Kinder, welche in die örtliche Schule gehen. Da Erntezeit ist, haben sie gerade Ferien. Zwei kommen uns in unserem Camp besuchen, das dritte ist mit den Yakhirten auf den Sommeralpen unterwegs.

  • Mit meiner Crew auf dem ersten hohen Pass

    Mit meiner Crew auf dem ersten hohen Pass

    Der Pass Rolang La befindet sich ca. 4900 Meter über Meer. Der Aufstieg ist lang und entsprechend froh bin ich, als wir die Gebetsfahnen zuoberst montieren können. Mein Guide Thundup, der Koch Phunzog, der Mann für alles Sdanzin und unser Horseman Lobsang betreuen mich auf meinem Trekking und schauen, dass alles rund läuft. Zudem begleiten uns sechs Zanskari-Pferde, die unser Gepäck tragen.

  • Eisblumen nach einer kühlen Nacht

    Eisblumen nach einer kühlen Nacht

    Im September sind die Nächte in 4500 Metern Höhe kühl. Trotz der trockenen Luft, die hier oben herrscht, bilden sich manchmal nachts wunderschöne Gebilde aus Eis. Sie schmelzen mit den Sonnenstrahlen am Morgen schnell wieder dahin, und auch die Kälte der Nacht ist schnell vergessen, wenn die Sonne die Erde wieder wärmt. An sehr sonnenbestrahlten Orten zeigt meine Uhr oft Temperaturen über 30 Grad Celsius an.

  • Flussdurchquerung

    Flussdurchquerung

    Während drei Tagen müssen wir immer wieder den Fluss queren. Wegen des vielen Schmelzwassers ist dieser Trek erst ab Mitte/Ende August möglich. Das Wasser reicht zum Glück nie über die Knie, aber ganz schön kalt ist es trotzdem.

  • Yakbesuch im Camp

    Yakbesuch im Camp

    Ich habe gehofft, dass wir Yakhirten auf den Sommerweiden antreffen. Leider sind sie bereits etwas höher hinauf gezogen. Im Flusscamp kommt aber doch noch ein Yak vorbei und beobachtet mich aufmerksam beim Lesen. Es weiss nicht so recht, ob es noch näher kommen oder flüchten soll. Ich selber bin mir auch grad nicht sicher, ob ich einfach sitzenbleiben kann... Wir bleiben in friedlicher Distanz zueinander.

  • Pass

    Auf über 5000 m ü. M. – Penak La

    Der Weg auf den Penak La erscheint mir sehr lange, obschon es «nur» 500 Meter Aufstieg sind. Als ich denke, oben angekommen zu sein, zieht sich der Weg noch über eine Hochebene. Auch hier oben wachsen noch viele Pflanzen. Unter anderem das wunderschöne Edelweiss.

  • Die Kraft der Natur

    Die Kraft der Natur

    Die Landschaft erinnert mich immer wieder an Nationalparks in den USA. Durch die Erosion entstehen fantastische Gesteinsformen. Wir wandern entlang von Bewässerungskanälen in Richtung Zangla. Nach fünf Tagen kommen wir erstmals wieder in die Nähe der Strasse.

  • Die Spreu vom Getreide trennen

    Die Spreu vom Getreide trennen

    In Pidmo ist das ganze Dorf damit beschäftigt, die Ernte einzubringen. Es gibt keine Strasse, die hierher führt und somit wird alles in traditionell in Handarbeit gemacht.

  • Dreschen mit Tieren

    Dreschen mit Tieren

    Mit Hilfe von Yaks und Pferden werden die Körner aus den Ähren gelöst. Stundenlang laufen die Tiere im Kreis und immer mehr Garben werden unter ihre Füsse gelegt.

  • Auch die Kinder helfen mit

    Auch die Kinder helfen mit

    Immer wieder beobachte ich auch Kinder bei der Arbeit. Für sie ist es jedoch meist ein Spiel und die Erwachsenen passen auf, dass die Kinder nirgends zwischen die Beine der Tiere geraten. Als Touristin bin ich natürlich für die Kinder eine Attraktion, und sie legen sich so richtig ins Zeug und machen auf sich aufmerksam.

  • Strasse in Sicht

    Strasse in Sicht

    Im indischen Himalaya werden momentan sehr viele Strassen gebaut um die verschiedenen Dörfer zu erschliessen. Dies bringt den Einheimischen eine Erleichterung. Für Touristen ist die Entwicklung sowohl positiv wie auch negativ. Man gelangt so einfacher zu den Sehenswürdigkeiten und Trekkingplätzen, jedoch werden die Trekkingrouten kürzer und/oder verändern sich. Auch das Landschaftsbild verliert an Attraktivität. Hier sind wir am Fluss Zanskar unterwegs. Die Trekkingroute befindet sich links vom Fluss, die Strasse rechts davon. Schon bald wird diese Strasse Padum mit Chilling verbinden und das Wintertrekking auf dem Zanskar wird nicht mehr angeboten.

  • Über den Hanoumil La nach Lingshed

    Über den Hanoumil La nach Lingshed

    Mein letzter Trekkingtag verlangt mir noch einmal alles ab. Erst steigen wir gut 1000 Meter hinauf auf den Hanoumil La. Da der Weg durch ein langes Tal führt, benötige ich dazu viereinhalb Stunden. Oben angekommen ist der Blick fantastisch, und wir sehen bereits unser Trekkingziel, den Ort Lingshed. Neu führt eine Strasse bis dahin. Nach gut drei Stunden und einigen Höhenmetern rauf und runter ist mein Trekking für dieses Mal beendet. Was für ein Gefühl!

  • Lingshed – die Ernte ist in vollem Gang

    Lingshed – die Ernte ist in vollem Gang

    Auch hier in Lingshed sind die Leute auf den Feldern. Mein Guide erklärt mir, dass je nach Höhe eine andere Art von Gerste angebaut wird. Deshalb ist die Erntezeit von Ort zu Ort unterschiedlich. Schon nächstes Jahr werden die Leute hier die Gerste wohl mit der Maschine dreschen und nicht mehr traditionell mit Tieren. Das Bild des Dorfs wird sich verändern.

  • Weg zurück nach Leh

    Weg zurück nach Leh

    Die «neue» Strasse ist staubig und holprig und nach westlichen Standards noch alles andere als fertig. Trotzdem geniessen wir die Fahrt, denn zum ersten Mal auf dieser Reise ist das Wetter nicht ganz so freundlich und auf dem Sengge La Pass schneit es sogar. Ich verabschiede mich vom schönen Zanskar und sage «Juley». Wer weiss, wann ich wieder in diese Gegend zurückkehren werde und wie sehr sie sich verändern wird...

BeratungsterminAnfrage

Tipps

  • Ideale Reisezeit: Juni bis September. Je nach Trekking und Höhenlage eigenen sich Juni oder September besser (Hochsaison ist Juli-August).

  • Leh liegt auf 3500 m ü. M. Ganz langsam starten! Der Körper braucht eine Weile um sich zu akklimatisieren.

  • Ladakh und Umgebung sind nicht zu vergleichen mit den anderen Landesteilen Indiens. Kulturell gleichen sie eher Tibet und Nepal.

Kontaktieren Sie uns

Unter dieser Nummer erreichen Sie unsere Reiseberater während den Öffnungszeiten der Filialen.

(+41) 0848 000 844

(CH: Festnetz-Tarif, Ausland: internationale Gebühren fallen an)

BESTELLANGABEN

Ihr Warenkorb ist zur Zeit leer.

MERKLISTE