Alaska & Yukon – Trampolinhüpfen bei den Iñupiat und Bärenbeobachtungen

von Agnes Langer

Wie immer hatte ich eine exotische Grundidee für eine neue Reisedestination: In diesem Falle wollte ich ursprünglich die Aleuten in Alaska mit dem Schiff Tustomena besuchen. Schlussendlich ging die Planung aber in eine andere Richtung, und ich baute andere untouristische Highlights in meine grosse Alaskareise ein. Während fünf Wochen erkundete ich ganz alleine die endlosen Weiten Alaskas und Yukons mit dem Mietauto. Von Regen und Gletschern, Braunbären und Elchen, bedeckter Mitternachtssonne am Polarmeer und trampolinhüpfenden Eskimos bis hin zum «alaskischen Hawaii» – die Insel Kodiak – durfte ich spektakuläre Natur pur erleben.
  • Von Anchorage  zur Kenai-Halbinsel

    Von Anchorage zur Kenai-Halbinsel

    Von Anchorage fahre ich auf dem Seward Highway in Richtung Homer. Auch wenn das Wetter sehr zu wünschen übrig lässt, ist der Ausblick auf die Berge mystisch spektakulär.

  • Von Homer zum Kachemak Bay State Park

    Von Homer zum Kachemak Bay State Park

    Mit dem Wassertaxi fahre ich von Homer Spit rüber in den Kachemak Bay State Park und mache mich klatschend und singend auf auf die erste Wanderung alleine in Alaskas wilder Natur. Kaltschend und singend deshalb, weil ich möglichst jede Bärenfamilie von mir fernhalten will...

  • Seward

    Seward - Ausflug zu den Gletschern und Walen

    Von Homer fahre ich über die Skilak Lake Road nach Seward und beobachte meinen ersten Elch und einen Schwarzbären. Für den nächsten Tag habe ich bereits eine Bootstour zu den Gletschern gebucht. Auf der Fahrt sehen wir Seeotter und ein ganz wunderbares Spektakel: Wir werden Zeugen, wie die Wale die Fische an die Wasseroberfläche treiben und sich ein Festmahl genemigen. Ganz grosses Kino!

  • Lange Fahrt

    Lange Fahrt

    Heute habe ich eine sehr lange Fahrt vor mir – den ganzen Weg von Seward nach Valdez. Theoretisch könnte ich auch die Fähre ab Whittier nehmen, aber ganz zuverlässig ist das eben nicht. So sehe ich wieder ganz tolle Landschaften. Ich fahre an Gletschern vorbei und erlebe immer wieder das Inbild von Alaskas Landschaft: Eine lange Strasse gesäumt von Tannenwald mit fantastischem Ausblick auf die Schneeberge.

  • Ausblick auf den Wrangell-St. Elias-Nationalpark

    Ausblick auf den Wrangell-St. Elias-Nationalpark

    Auf dem Weg nach Valdez bekomme ich schon mal einen Vorgeschmak auf den Wrangell-St. Elias-Nationalpark geboten.

  • Wandern in Valdez

    Wandern in Valdez

    In Valdez sind zwei volle Tage eingeplant. An einem Tag bin ich bei eisigen Temperaturen und Regen auf dem Boot zu den Gletschern unterwegs, und am zweiten Tag habe ich Glück und kriege etwas Sonnenschein für meine Tageswanderung ab. Ich geniesse den traumhaften Ausblick auf die Berge und die Bucht.

  • Wrangell-St. Elias-Nationalpark

    Wrangell-St. Elias-Nationalpark

    Jetzt ist etwas Abenteuer angesagt: Entlang der langen Holperpiste fahre ich nach McCarthy und Kennicott. Die beiden Orte liegen ganz tief im grössten Nationalpark der USA. Hier wurde früher Kupfer abgebaut, heute sind es Geisterstädte und die Natur hat das Sagen. Wildes, wildes Alaska!

  • Auf nach Dawson City

    Auf nach Dawson City

    Über den Top of the World Highway fahre ich von Tok nach Dawson. Jetzt bin ich nicht mehr in den USA, sondern im Yukon, in Kanada. Hier in Dawson läuft was. Es herrscht zwar nicht mehr wie früher die grosse Goldgräberstimmung, sondern es tummeln sich zahlreiche Touristen. Trotzdem kann man es noch mit Goldwaschen versuchen – vielleicht findet man hier ja das grosse Glück... Oder auch nicht...

  • Auf dem Dempster Highway

    Auf dem Dempster Highway

    Ich will nicht gerade den ganzen Dempster Highway bis nach Inuvik hinauf fahren, aber immerhin die eineinhalb Stunden bis zum Tombstone Territorial Park. Auch hier gibt es ganz wunderbare Landschaften und es ist toll, um eine Wanderung zu unternehmen.

  • Zurück an der Küste

    Skagway - Zurück an der Küste

    Nach langen Fahrten durch endlos scheinende Tannenwälder fahre ich via Whitehorse nach Skagway – und bin somit zurück in den USA. Zu meinem Leidwesen merke ich, dass ich hier nicht der einzige Tourist bin. Nein, es haben gerade zwei grosse Kreuzfahrtschiffe im Hafen angelegt und das winzige Städtchen ist überflutet von Souvenirjägern. Dafür gibt es die Dampflock zu bewundern, die über den White Pass fährt.

  • Haines

    Haines

    Mit der Autofähre gehts rüber nach Haines. Nach Skagways Touristenandrang ist hier die Ruhe pur wieder zu finden. Mit dem Auto erkunde ich die Gegend und schlüpfe in meine Wanderschuhe. Ich entdecke traumhafte Wanderwege und beobachte die Weisskopfseeadler.

  • Auf nach Gustavus

    Auf nach Gustavus

    Mit einem Miniflugzeug fliege ich von Haines nach Gustavus, dahin gelangt man nur über den Luft- oder Seeweg. Gustavus ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in die Glacier Bay.

  • Glacier Bay

    Glacier Bay

    Oh ja – es scheint wirklich so, als ob jedes Mal, wenn ich einen Bootsausflug zu einem Gletscher mache, der Himmel seine Scheusen öffnet. Bin ich froh, habe ich so viele Jacken in meinem Gepäck.

  • Kluane Nationalpark

    Kluane Nationalpark

    Ich entscheide mich, Haines Junction als Ausgangspunkt für die Erkundung des Kluane Nationalparks zu setzen. Von hier aus mache ich erst mal eine Wanderung zum Kathleen Lake. Am nächsten Tag steht noch eine Tageswanderung auf dem Programm, aber leider schüttet es in Strömen. Ich bin stur. Ich mache mich trotzdem auf den Weg. Keine Menschenseele ist unterwegs, nur ich bin ganz alleine in der wilden Natur. Ich frage mich, von wie vielen Bären ich umgeben bin. Ich sehe keinen – ist vielleicht besser so.

  • Natur pur

    Natur pur

    Ich fahre weiter in Richtung Tok und lege nochmals den einen oder anderen Stopp im Kluane Nationalpark ein. Heute ist das Wetter wieder freundlich und zeigt sich von der schöneren Seite.

  • Oben am Polarmeer

    Utqiaġvik/Barrow - Oben am Polarmeer

    Ich bin ja immer noch auf der Suche nach dem Aussergewöhnlichen. Darum fliege ich von Fairbanks in den Norden nach Barrow – respektive neu Utqiaġvik. Hier oben am nördlichsten Punkt der USA gibts zu dieser Jahreszeit 24 Stunden Tageslicht. Etwas gewöhnungsbedürftig, wenn ich sehe, dass hier auch im Sommer Eisschollen im Meer schwimmen.

  • Nalukataq Festival

    Utqiaġvik/Barrow - Nalukataq Festival

    Ich will unbedingt da Nalukataq Festival erleben. Nalukataq ist das Frühlings- und Walfangfest der Iñupiat Eskimos. Wer mag, darf Walblubber kosten oder auf einer trampolinähnlichen Decke hüpfen.

  • Und die ganze Nacht wird «durchgehüpft»

    Utqiaġvik/Barrow - Die ganze Nacht wird «durchgehüpft»

    Wer den Mut aufbringt, springt mit. Zuerst sind die Kinder dran, dann die Jugendlichen und zum Schluss die Erwachsenen. Es ist ein riesiges fröhliches Halligalli, das die ganze Nacht andauert. Irgendwann wird aber auch mir zu kalt, und ich mache mich auf den Weg ins Bett.

  • Weiter gehts...

    Weiter gehts zur Prudhoe Bay

    Mit einem kleinen Flugzeug gehts nun von Barrow in die eher unattraktive Prudhoe Bay, nach Deadhorse. Hier oben liegt der Beginn (oder das Ende) der Panamericana, respektive des Dalton Highway und es wird frisch und fröhlich nach Öl gebohrt. Es weht ein eisiger Wind, und ich schaue mich um. Schnell merke ich, dass das kein Ort ist, an dem Touristen «einfach so» spazieren gehen. Entsprechend schief werde ich auch angeschaut. Anscheinend soll hier auch gerade eine Bärenmutter mit zwei Jungtieren unterwegs sein...

  • Dalton Highway

    Prodhoe Bay - Fairbanks Oneway - Auf dem Dalton Highway

    Morgens um acht Uhr geht die Reise weiter. Dem Dalton Highway entlang. Zuerst nur Tundra. Dann erscheinen die ersten kleinen Büsche. Mit der Zeit werden sie grösser. Wir sehen Karibus in der Ferne und langsam erscheinen die Brooks Mountains. Es ist eine lange, lange Fahrt – aber zu sehen, wie sich die Landschaft allmählich verändert, ist sehr beeindruckend. Um ein Uhr morgens kommen wir in Fairbanks an. Nie werde ich den Blick auf den mächtigen Mount Denali vergessen, wie der Berg im Abendrot ganz pink leuchtete.

  • Denali Nationalpark

    Denali Nationalpark

    Ein Besuch im Denali Nationalpark darf auf einer Alaskareise keinesfalls fehlen. Er ist riesig und bietet unzählige Ausflugs- und Wandermöglichkeiten. Leider haben nur wenige das Glück, den Mount Denali (den höchsten Berg der USA) wolkenfrei zu erleben. Für einen Moment ist der obere Gipfel sichtbar, auf dem Bild hier steckt er aber wieder komplett hinter den Wolken.

  • Die Bären bei den Brooks Falls

    Katmai Nationalpark - Die Bären bei den Brooks Falls

    Heute habe ich etwas ganz Tolles vor: Ich fliege mit dem Wasserflugzeug zu den Brooks Falls im Katmai Nationalpark. Und ich habe ein Riesenglück – heute ist offenbar der erste Tag, an dem sich die Bären wieder blicken lassen. Das heisst, der Lachs ist nun auch unterwegs. Definitiv einer der besten Orte in Alaska, um die Braunbären zu erleben und zu beobachten.

  • Kodiak Island

    Kodiak Island

    Zum Abschluss meiner Reise fliege ich nach Kodiak. Ich miete ein Auto und erkunde das sehr beschränkte Strassennetz der Insel. Als ich irgendwo anhalte um Fotos zu machen, hält ein Local neben mir an und fragt mich durchs geöffnete Autofenster, «How do you like the northernmost island of Hawaii?». Seine Frage bringts absolut auf den Punkt – die Insel ist quietschgrün.

  • Bärenausflug – der Zweite

    Kodiak - Bärenausflug, der Zweite

    Ganz spontan beschliesse ich, nochmals ein Bear Watching zu machen. Ich kann gerade noch einen letzten Platz ergattern. Wir fliegen auf die andere Seite der Insel, vorbei an verschneiten Berggipfeln. Ein einziger Panoramaflug.

  • Die Kodiakbären

    Die Kodiakbären

    Der Bärenausflug auf Kodiak Island ist ein ganz anderes Erlebnis als bei den Brooks Falls. Bei den Brooks Falls wurden uns die Bären sozusagen auf dem Silbertablett serviert – direkt vor der Nase. Aber entsprechend hat es dort auch viele Leute mit Riesenkameras. Hier auf Kodiak ist das Erlebnis sehr exklusiv. Wir sind nur als Sechsergruppe unterwegs, mitten in der Natur. Und dann tauchen sie auf, die Bären. Sie einfach so in der offenen, freien Natur erleben zu dürfen, ist ein ganz grandioser Abschluss dieser Reise.

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Tipps

  • Erkundige dich in einem Visitor Center, wie man sich gegenüber Bären verhält (ev. Bärenglocke/Spray kaufen).

  • Gute Wanderstiefel, Regenjacke und -hose einpacken für den Fall, dass das Wetter nicht mitspielen sollte.

  • Wenn es das Budget zulässt, einen Bärenausflug machen – ein unvergessliches Erlebnis.

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