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Mit der Eisenbahn von Europa nach Asien

von Cornelia Lötscher

Mit der Transmandschurischen Eisenbahn von St. Petersburg bis Hongkong. Einen Monat habe ich dafür eingeplant. Mai/Juni ist sowohl für Russland wie auch für China eine angenehme Reisezeit. Ich bin gespannt, wie sich die Kultur und Natur auf meiner Reise verändert.
  • Die Einheimischen nennen ihre Stadt liebevoll "Piter". Die beeindruckende Architektur erinnern mich an die Grösse Russlands mit seiner Zaren-Vergangenheit. Im Soviets – bei Google unter "Kvartirka" zu finden – trinke ich das feinste Honigbier und tauche in richtig sowjetisch-russisches Ambiente ein.
Der Katharinenpalast liegt ca. 50 Kilometer südlich von St. Petersburg und beherbergt das berühmte, 2003 rekonstruierte Bernsteinzimmer.

    St. Petersburg, Venedig des Nordens

    Die Einheimischen nennen ihre Stadt liebevoll "Piter". Die beeindruckende Architektur erinnern mich an die Grösse Russlands mit seiner Zaren-Vergangenheit. Im Soviets – bei Google unter "Kvartirka" zu finden – trinke ich das feinste Honigbier und tauche in richtig sowjetisch-russisches Ambiente ein.
    Der Katharinenpalast liegt ca. 50 Kilometer südlich von St. Petersburg und beherbergt das berühmte, 2003 rekonstruierte Bernsteinzimmer.

  • Ich wusste, dass ich ein 1. Klasse Ticket von St. Petersburg nach Moskau habe, aber dass es so komfortabel sein würde, überrascht mich dann doch. Champagner, Essen, Schlafmaske, Hausschuhe – alles inklusive. So reisen also die Neurussen, oder die Touristen, wie meine mexikanischen Zugnachbaren.

    Meine erste Zugfahrt überrascht

    Ich wusste, dass ich ein 1. Klasse Ticket von St. Petersburg nach Moskau habe, aber dass es so komfortabel sein würde, überrascht mich dann doch. Champagner, Essen, Schlafmaske, Hausschuhe – alles inklusive. So reisen also die Neurussen, oder die Touristen, wie meine mexikanischen Zugnachbaren.

  • Bei einer Free Walking Tour rund um den Roten Platz erfahre ich, dass an einem Platz, wo einst die Christus-Erlöser-Kirche stand, später eine halbfertige Leninstatue aufgestellt wurde, danach ein Schwimmbad und nun steht wieder die originalgetreu Kirche da. Am Abend fahre ich mit der U-Bahn zu der berühmten Fussgängerzone Arbat. Die Stadt ist berühmt für ihre schönen U-Bahnstationen.

    Moskau ist die Stadt des Wandels

    Bei einer Free Walking Tour rund um den Roten Platz erfahre ich, dass an einem Platz, wo einst die Christus-Erlöser-Kirche stand, später eine halbfertige Leninstatue aufgestellt wurde, danach ein Schwimmbad und nun steht wieder die originalgetreu Kirche da. Am Abend fahre ich mit der U-Bahn zu der berühmten Fussgängerzone Arbat. Die Stadt ist berühmt für ihre schönen U-Bahnstationen.

  • In der Stadt Jekaterinburg besuche ich einen Markt. Das Angebot dort zeigt mir, dass ich immer weiter Richtung Osten fahre und geografisch gesehen bereits in Asien bin. Nur wenige Kilometer westlich liegt die offizielle Grenze zwischen Europa und Asien. Ich besuche auch die Grabstätte der letzten Zarenfamilie, wo mittlerweile ein Kloster mitten im Wald steht.

    Die Grenze zwischen West und Ost

    In der Stadt Jekaterinburg besuche ich einen Markt. Das Angebot dort zeigt mir, dass ich immer weiter Richtung Osten fahre und geografisch gesehen bereits in Asien bin. Nur wenige Kilometer westlich liegt die offizielle Grenze zwischen Europa und Asien. Ich besuche auch die Grabstätte der letzten Zarenfamilie, wo mittlerweile ein Kloster mitten im Wald steht.

  • Ich wusste, dass Stalin als einer der härtesten Führer galt, aber was ich hier sehe, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Er liess Tausende Menschen umbringen. Jene, die in den Arbeitslagern starben, oder es gar nicht erst soweit schafften, wurden in der Nähe von Jekaterinburg begraben. Die Gedenkstätte berücksichtigt alle grossen Glaubensrichtungen.

    Spuren aus Stalins Zeiten

    Ich wusste, dass Stalin als einer der härtesten Führer galt, aber was ich hier sehe, lässt mir das Blut in den Adern gefrieren. Er liess Tausende Menschen umbringen. Jene, die in den Arbeitslagern starben, oder es gar nicht erst soweit schafften, wurden in der Nähe von Jekaterinburg begraben. Die Gedenkstätte berücksichtigt alle grossen Glaubensrichtungen.

  • Sergej begrüsst mich bereits mit Champagner und selbstgebranntem Beerenlikör. Das kleine Paradies liegt mitten im Wald an einem Teich, in dem heute morgen noch mein Abendessen schwamm. Es gibt auch eine Privatsauna und ein Massageangebot. Dies ist Entspannung pur. Ganz nach russischer Art werde ich später in der Sauna mit einem Bündel Birkenblätter abgeklatscht.

    Erlebnis im Wald

    Sergej begrüsst mich bereits mit Champagner und selbstgebranntem Beerenlikör. Das kleine Paradies liegt mitten im Wald an einem Teich, in dem heute morgen noch mein Abendessen schwamm. Es gibt auch eine Privatsauna und ein Massageangebot. Dies ist Entspannung pur. Ganz nach russischer Art werde ich später in der Sauna mit einem Bündel Birkenblätter abgeklatscht.

  • Zum Glück gibt es das Uralgebirge. So habe ich die Möglichkeit die schöne Landschaft, die ich ansonsten immer nur aus dem Zugfenster sehe, von erhöhtem Standort aus zu betrachten. Dieser kleine Berg liegt nicht weit von Sergej’s Paradies entfernt und er hilft einem, da hinzufinden. Auf diesem Berg befinden sich auch etliche Sendeantennen, da es hier noch nicht so viele Berge gibt. Auf das Foto kam natürlich nur die schöne Aussicht.

    Die Natur mal von oben

    Zum Glück gibt es das Uralgebirge. So habe ich die Möglichkeit die schöne Landschaft, die ich ansonsten immer nur aus dem Zugfenster sehe, von erhöhtem Standort aus zu betrachten. Dieser kleine Berg liegt nicht weit von Sergej’s Paradies entfernt und er hilft einem, da hinzufinden. Auf diesem Berg befinden sich auch etliche Sendeantennen, da es hier noch nicht so viele Erhöhungen gibt. Auf das Foto kam natürlich nur die schöne Aussicht.

  • In Novosibirsk steige ich aus der Eisenbahn aus und fahre mit dem Bus weiter nördlich nach Tomsk. Die Busfahrt ist halsbrecherisch, der Fahrer kennt die Strecke wohl gut und dementsprechend schnell fährt er. In der Dunkelheit erreiche ich dann heil Tomsk, das für seine gut erhaltene sibirische Baukunst bekannt ist.

    Willkommen in Sibirien

    In Novosibirsk steige ich aus der Eisenbahn aus und fahre mit dem Bus weiter nördlich nach Tomsk. Die Busfahrt ist halsbrecherisch, der Fahrer kennt die Strecke wohl gut und dementsprechend schnell fährt er. In der Dunkelheit erreiche ich dann heil Tomsk, das für seine gut erhaltene sibirische Baukunst bekannt ist.

  • Fünf Stunden dauert die Fahrt mit dem Minibus von Irkutsk auf die Insel Olchon. Die riesige Insel im Baikalsee erinnert mich an die Mongolei: die Weite und die Steppen. Auch der See ist so gross, dass das Gefühl aufkommt am Meer zu sein. Absolut sehenswert.

    Eine Insel im grössten Süsswasserreservoir der Welt

    Fünf Stunden dauert die Fahrt mit dem Minibus von Irkutsk auf die Insel Olchon. Die riesige Insel im Baikalsee erinnert mich an die Mongolei: die Weite und die Steppen. Auch der See ist so gross, dass das Gefühl aufkommt am Meer zu sein. Absolut sehenswert.

  • Heute komme ich von er schönen Insel Olchon wieder zurück nach Irkutsk zurück. Im touristischen Zentrum der Stadt sehe ich auch einige nachgebaute Häuser im sibirischen Baustil und vor allem viele Touristen. Hauptsächlich Chinesen. Entsprechend gross ist auch die Auswahl der Restaurants: vom Amerikaner bis zum Italiener, Russen, Chinesen und dem Koreaner ist alles dabei.

    Tourismus in Russland

    Heute komme ich von er schönen Insel Olchon wieder zurück nach Irkutsk zurück. Im touristischen Zentrum der Stadt sehe ich auch einige nachgebaute Häuser im sibirischen Baustil und vor allem viele Touristen. Hauptsächlich Chinesen. Entsprechend gross ist auch die Auswahl der Restaurants: vom Amerikaner bis zum Italiener, Russen, Chinesen und dem Koreaner ist alles dabei.

  • 52 Stunden dauert die Zugfahrt von Irkutsk nach Harbin in China. Rund zehn Stunden davon verbringe ich im Zug an der Grenze.
Kann man einen Kulturschock verhindern, wenn man langsam nach China reist? Diese Frage stellte ich mir letztes Jahr, als ich das Land besuchte. Die Antwort habe ich nun: Nein, kann man nicht, denn China ist so anders als Russland oder jedes andere Land.

    Angekommen in China

    52 Stunden dauert die Zugfahrt von Irkutsk nach Harbin in China. Rund zehn Stunden davon verbringe ich im Zug an der Grenze.
    Kann man einen Kulturschock verhindern, wenn man langsam nach China reist? Diese Frage stellte ich mir letztes Jahr, als ich das Land besuchte. Die Antwort habe ich nun: Nein, kann man nicht, denn China ist so anders als Russland oder jedes andere Land.

  • Harbin hat nicht viel zu bieten, zumindest nicht während 11 Monaten im Jahr. Nur im Januar, wenn das Eisfestival stattfindet, lebt die Stadt auf. Ich besuche dazu eine kleine Ausstellung auf der Sun Island in einer gekühlten Halle. Auf dieser Insel ist auch sonst alles künstlich angelegt: von der Tropfsteinhöhle bis zum Wasserfall. Die Chinesen lieben dies offensichtlich.

    Die Stadt des Eisfestivals

    Harbin hat nicht viel zu bieten, zumindest nicht während 11 Monaten im Jahr. Nur im Januar, wenn das Eisfestival stattfindet, lebt die Stadt auf. Ich besuche dazu eine kleine Ausstellung auf der Sun Island in einer gekühlten Halle. Auf dieser Insel ist auch sonst alles künstlich angelegt: von der Tropfsteinhöhle bis zum Wasserfall. Die Chinesen lieben dies offensichtlich.

  • In Peking angekommen besuche ich den Sommerpalast. Er hat eine der schönsten Gartenanlagen weltweit. Ich schlendere um den grossen See herum, sehe viele offene Lotusblüten und überquere etliche Bogenbrücken. Anschliessend erklimme ich die Anhöhe in Richtung "Pavillon des buddhistischen Wohlgeruches". Zum Schluss sehe ich die alten Arbeiterquartiere, die ich am interessantesten finde.

    Peking und seine Paläste

    In Peking angekommen besuche ich den Sommerpalast. Er hat eine der schönsten Gartenanlagen weltweit. Ich schlendere um den grossen See herum, sehe viele offene Lotusblüten und überquere etliche Bogenbrücken. Anschliessend erklimme ich die Anhöhe in Richtung "Pavillon des buddhistischen Wohlgeruches". Zum Schluss sehe ich die alten Arbeiterquartiere, die ich am interessantesten finde.

  • Mit dem Schiff geht es von Guilin nach Yangshuo. Ich werde zwischen eine Reisegruppe gepfercht und erfahre endlich, wie sich die vielen Chinesen immer fühlen, die in so einer Grossgruppe reisen. Die schöne Landschaft entschädigt mich aber für alle Strapazen. Das Motiv der 20-Yuan-Note wurde auf diesem Fluss entworfen.

    Karstberge im Süden Chinas

    Mit dem Schiff geht es von Guilin nach Yangshuo. Ich werde zwischen eine Reisegruppe gepfercht und erfahre endlich, wie sich die vielen Chinesen immer fühlen, die in so einer Grossgruppe reisen. Die schöne Landschaft entschädigt mich aber für alle Strapazen. Das Motiv der 20-Yuan-Note wurde auf diesem Fluss entworfen.

  • Mein persönlicher Führer spricht sehr gutes Deutsch, dies obwohl er nie ausserhalb von China war. Ich bin überrascht. Mit dem Fahrrad fahren wir die wenig befahrene Strasse von meinem Hotel in ein Tal hinein. Rund um uns ragen die Karstberge auf. Mein Guide zeigt mir die speziellsten Bergformationen und viel verschiedenes Gemüse, das wir auf dem Weg sehen. Besonders interessant ist zu sehen wie Erdnüsse wachsen.

    Mit dem Fahrrad durch Reisfelder

    Mein persönlicher Führer spricht sehr gutes Deutsch, dies obwohl er nie ausserhalb von China war. Ich bin überrascht. Mit dem Fahrrad fahren wir die wenig befahrene Strasse von meinem Hotel in ein Tal hinein. Rund um uns ragen die Karstberge auf. Mein Guide zeigt mir die speziellsten Bergformationen und viel verschiedenes Gemüse, das wir auf dem Weg sehen. Besonders interessant ist zu sehen wie Erdnüsse wachsen.

  • Mein Hotel liegt schön ruhig in der Natur. Quasi vor der Haustüre wandern wir entlang von Feldern, überqueren kleine Flüsschen und sehen vor allem viele Tiere, Schneckeneier, Libellen, Heuschrecken, Enten und noch vieles mehr. Wandern in dieser traumhaften Umgebung ist definitiv ein Muss.

    Zu Fuss sieht man mehr Details

    Mein Hotel liegt schön ruhig in der Natur. Quasi vor der Haustüre wandern wir entlang von Feldern, überqueren kleine Flüsschen und sehen vor allem viele Tiere, Schneckeneier, Libellen, Heuschrecken, Enten und noch vieles mehr. Wandern in dieser traumhaften Umgebung ist definitiv ein Muss.

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Tipps

  • Das Essen in der Transsibirischen Eisenbahn lässt zu wünschen übrig. Ein Tupperware mit etwas Vorrat ist empfehlenswert. Gemüse ist Mangelware, auch an den Ständen am Bahnhof.

  • Alkohol darf man währen der Fahrt nur noch den im Zug gekauften trinken.

  • Für die Fahrt in der 2. Klasse lohnt es sich evt. einen Doppelstecker und ein Verlängerungskabel mitzunehmen.

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