Südafrika: vom Kap über die Garden Route nach Port Elizabeth und zum Krüger-Nationalpark

von Lars Hanf

Bei meiner Frau und mir ist das Afrikafieber wieder ausgebrochen und wir beschliessen, dieses Mal während drei Wochen im November die Kapregion zu erkunden und per Mietwagen von Kapstadt bis Port Elizabeth zu fahren. Nach einem Abstecher nach Johannesburg möchten wir es uns im südlichen Krüger-Nationalpark nochmals richtig gut gehen lassen. So führt uns der Weg zuerst vom Kap der Guten Hoffnung der Küste entlang, zur Weinregion und weiter in die Karoo, zum Surfparadies in Jeffreys Bay, durch den Addo-Elefanten-Nationalpark und auf der Garden Route weiter nach Port Elizabeth. Zugegeben, für drei Wochen ist das ein sportliches Programm.
  • Airstream Trailer

    Der Roadtrip beginnt «auf dem Dach»

    Als kleine Überraschung habe ich für die ersten drei Nächte einen Airstream Trailer auf dem Dach eines Boutique-Hotels gebucht – ein gelungener Auftakt zu unserem Roadtrip und perfekt an der Long Street gelegen. Viele Kunst-, Trödel- und Antiquitätenläden und auch der Greenmarket sind gerade nebenan. Die vielen Restaurants und Bars verführen mit leckerem Essen, kaltem Bier und Wein.

  • Ein gemütlicher Nachmittag an der Waterfront

    Ein gemütlicher Nachmittag an der Waterfront

    Den nächsten Tag nutzen wir für eine ausgedehnte Erkundungstour durchs Quartier und spazieren bis zur Waterfront. An fast jeder Kreuzung steht Sicherheitspersonal, das auch gern weiterhilft, wenn man den Weg nicht kennt. Es ist Wochenende und die Waterfront ist gut besucht. Gleich zu Beginn treffen wir auf eine Oldtimer- und Tuning-Ausstellung, Afrikanische Tänzer und Sänger bieten Strassenkunst dar und alle paar Meter kann man Ausflüge buchen – Bootstrips, Hubschrauberflüge oder eine Tour zu den Robben. Letzteres wollen wir unbedingt auch machen und buchen kurzerhand einen Ausflug für den nächsten Tag. Den Nachmittag lassen wir gemütlich ausklingen.

  • Spielspass mit Robben

    Spielspass mit Robben

    Heute geht es zu den Robben – wir können es kaum erwarten und finden uns pünktlich an der Tauchbasis ein. In 10mm Neopren eingepackt geht es mit einem Zodiac ca. 45 Minuten auf einem spassigen Ritt über die Wellen zu der Stelle, wo wir mit den Robben schnorcheln können. Spätestens jetzt macht auch der Neoprenanzug Sinn, denn das Wasser ist gerade mal neun Grad warm. Die Robben lassen uns die Kälte vergessen, sind neugierig und spielen während etwa 30 Minuten mit uns, bevor wir wieder ins Zodiac zurück klettern. Was für ein unvergessliches Erlebnis!

  • Blick vom Tafelberg auf Camps Bay

    Blick vom Tafelberg auf Camps Bay

    Den Tafelberg soll man besuchen, sobald das Wetter mal gut ist, denn dort oben kann es jeweils schnell umschlagen oder zu windig sein. Gesagt, getan – dummerweise haben neben uns auch noch ungefähr 300 andere Besucher die selbe Idee. Vielleicht hätten wir doch etwas früher aufstehen sollen... Irgendwann sind aber auch wir an der Reihe und können mit der Gondel nach oben fahren. Auf den Wanderwegen auf dem Plateau geniessen wir die tolle Aussicht. Wer es gerne sportlich hat, kann den Berg auch zu Fuss erklimmen. Wir nehmen aber wieder die Gondel und fahren dann mit dem Hop-On Hop-Off Bus weiter. In Camps Bay geniessen wir noch einmal den weissen Sandstrand (nicht aber das Meer, denn wir kennen die Wassertemperatur noch zu gut), und ich freue mich über Burger, Gitarren und diverse Accessoires im Hard Rock Cafe.

  • Weindegu zum Frühstück

    Weindegu zum Frühstück

    Heute gehts mit Bus und Tram auf Erlebnistour im Franschhoek-Weinanbaugebiet. Schon am frühen Morgen besteigen wir den Bus nach Franschhoek. Nach einer kurzen Info zu den Weingütern werden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und mit dem Wein-Tram oder dem Wein-Bus zum ersten Weingut gebracht. Tatsächlich sitzen wir schon morgens um zehn Uhr in gemütlicher Runde bei der ersten Weindegustation. Na dann – viva!

  • Tief einatmen

    Tief einatmen

    Zwischenzeitlich haben wir auch unsere Unterkunft gewechselt. Unser familiäres Bijou hat neben viel Platz auch eine tolle Dachterrasse mit Blick auf den Tafelberg. Hier gibts viel frische Luft und nebenan ein hervorragendes Restaurant. Praktisch ist auch, dass sich unser Autovermieter gleich um die Ecke befindet.

  • Pinguine am Boulders Beach

    Pinguine am Boulders Beach

    Heute ist unser erster Tag, an dem wir per Mietwagen unterwegs sind. Da auf unserer Reise auch unwegsames Gelände vor uns liegt, habe ich für uns einen etwas grösseren Wagen gemietet, was mir nach etwa sechs Stunden zum Verhängnis wird. Zuerst fahren wir aber im Uhrzeigersinn um das Kap und unser erstes Ziel sind die Pinguine am Boulders Beach.

  • Der südlichste Punkt Afrikas ist erreicht

    Der südlichste Punkt Afrikas ist erreicht

    Das Naturschutzgebiet am Kap der Guten Hoffnung bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten, und am Strand begegnen wir sogar ein paar Straussen, die vermutlich aus einer der angrenzenden Straussenfarmen entwichen sind. Wir haben es etwas eilig, da noch eine Surferbucht in Scarborough und ein Sundowner am Chapman's Peak Drive an der Westseite des Kaps auf unserem Programm stehen.

  • Reifenpanne am Chapman's Peak Drive

    Reifenpanne am Chapman's Peak Drive

    Unser grosser Wagen wird mir auf dem Chapman's Peak Drive zum Verhängnis. Diese wunderschöne und schmale, ca. neun Kilometer lange Küstenstrasse schlängelt sich sehr kurvenreich zu einem Aussichtspunkt, von dem aus wir den Sonnenuntergang bewundern möchten. Leider sind die Randsteine sehr scharfkantig, und wenn man dem Gegenverkehr ausweichen muss, kann es passieren, dass man ruckzuck einen Plattfuss hat. Im Teamwork schaffen es meine Frau und ich binnen zehn Minuten, den kaputten Reifen zu wechseln, und so können wir den Sonnenuntergang kurz darauf doch noch geniessen.

  • Hermanus: Wale und Klippschliefer

    Hermanus: Wale und Klippschliefer

    Bevor es nach Hermanus geht, müssen wir noch schnell den Mietwagen tauschen, da der Vermieter kein Ersatzrad für unseren Wagen vorrätig hat. Wir erhalten sogar ein Upgrade und somit haben wir nun einen noch grösseren 4x4. Jetzt erwacht das Kind im Manne vollständig – Bergpässe, wir kommen. Die Walsaison ist zwar in Hermanus schon vorbei, aber wir wollen trotzdem die hübsche Ortschaft kennenlernen. Auch hier treffen wir wieder auf viel Kunsthandwerk, feine Restaurants und mundende Weine. Hier im Ort dreht sich alles um Wale. Ein bisschen fühlen wir uns hier auch wie in Frankreich, was aber wohl an unserer Unterkunft liegt. Und wir erspähen hier unsere ersten Klippschliefer.

  • Pool in Montagu

    Unser Pool in Montagu

    Die Natur wandelt sich auf unserem Weg nach Montagu stetig. Wir bewegen uns mal an Reben, mal an Viehzucht vorbei. Über ein paar kleinere Pässe, Passagen und Pisten erreichen wir Montagu. Wir freuen uns über unseren kleinen Pool unter Olivenbäumen. Am Tag nach unserer Ankunft lernen wir den Schweizer Bernhard und seine Frau Fida kennen. Sie zeigen uns ihr Hotel und das Bluevines, in dem Bernhard nicht nur seinen eigenen Wein vertreibt. Wie gut seine Küche und der Wein sind, dürfen wir hier im Detail erleben. Nebst essen und trinken kann man in Montagu aber auch gut wandern und die Thermalquellen Avalon Springs haben grossen Erholungsfaktor.

  • Lion King

    Lion King

    Auf gehts zu unserer ersten Safari in das Gondwana Game Reserve. Wir reisen wieder in Richtung Küste und zwischen uns und unserem Ziel liegen noch ein paar Berge. Plötzlich hört die geteerte Strasse auf, und vor uns liegt eine Geröll- und Sandpiste. Doch das Navigationsgerät lotst uns immer weiter geradeaus. Zum Glück sind wir mit einem 4x4 unterwegs! Mit viel Adrenalin im Blut treffen wir gerade noch rechtzeitig zum Nachmittagsapero in unserer Unterkunft ein. Danach startet der erste Game Drive. Als Highlight des Tages erleben wir den König der Tiere bei Sonnenuntergang. Unterdessen sind die Weibchen aus dem Rudel auf der Jagd nach dem Abendessen, und wir können sehen, wie sie einen Büffel aus seiner Herde treiben und reissen.

  • Fangopackung gefällig?

    Fangopackung gefällig?

    Fangopackung gefällig? Dieser Nashornmutter und ihrem Baby scheint das Wellnessprogramm gut zu tun.

  • Saubär

    Saubär

    Eigentlich würden wir hier gerne noch eine Nacht länger bleiben, doch das Buffelsdrift in Oudtshoorn ruft. Und so machen wir uns nach einer Massage im Spa auf den Weg. Übrigens: Autowaschservice an der Tankstelle ist totaler Blödsinn. Zehn Minuten später sieht unser Auto schon wieder so aus...

  • Guten Morgen

    Guten Morgen

    Im Buffelsdrift wohnt man in luxuriösen Safarizelten. Darin kann es am Abend ziemlich kalt werden. Da ist die Erkenntnis am nächsten Morgen: «Schätzli, ich glaub das hier ist ein Schalter für die Heizdecke, auf der wir lagen und froren» nicht mehr wirklich hilfreich. Unser Highlight hier ist die Meerkat-(Erdmännchen) Tour.

  • Sind wir noch in Afrika?

    Sind wir noch in Afrika?

    Nun befinden wir uns kurz vor dem inoffiziellen Eingangstor zur Garden Route. Von hier fahren wir nach Knysna. Getreu dem Motto «so abwechslungsreich wie möglich» übernachten wir heute in einem umgebauten Kraftwerk. Hier durften sich die Designer so richtig ausleben, und es macht Spass, sich hier durch die Gänge zu bewegen. Auch das Restaurant hat viel Leckeres zu bieten und ich frage mich, wie man den Industrie- und Ölgeruch aus dem Gemäuer bekommen hat. Auf dem noblen Thesen Island ist natürlich auch Golf ein Thema und der nächste Golfplatz ist nicht weit. Auch Quad- und Kanutouren werden hier angeboten.

  • Blick auf den Otter Trail

    Blick auf den Otter Trail

    Wir befinden uns im Tsitsikamma-Nationalpark zwischen Knysna und Jeffreys Bay. Die Garden Route selbst finde ich zwar nicht so spannend, dafür aber alles was rechts und links davon liegt: die höchste Bungee-Brücke der Welt, Canopywalks, Tubing, Surfen und der abenteuerliche Otter Trail. Hier findet sich für jeden Outdoorfan etwas und wir könnten hier locker mehrere Tage verbringen. Doch unser Ziel ist Jeffreys Bay!

  • Zu Tisch!

    Zu Tisch!

    Jeffreys Bay ist der Surfhimmel in Südafrika. Hier werden nicht nur viele Wettkämpfe ausgetragen, auch Anfänger finden die perfekte Welle. In der Stadt gibt es nur ein Thema, und so übernachten wir in einem Surfhostel. Wir treffen hier auf eine lustige Truppe, und am Abend gehen wir alle gemeinsam Burger essen. En Guätä.

  • Es ist angerichtet

    Es ist angerichtet

    So langsam nähern wir uns dem Ende unserer Südafrikareise. Der Gorah Elephant Park soll uns noch einmal einen weiteren Einblick in die Vielseitigkeit der Lodges geben und einen krönenden Abschluss bescheren. Wir werden nicht enttäuscht, denn der Sundowner während dem Game Drive ist der Hit: Weisses Tischtuch, Erdbeeren und Schoggi-Orangen... Wir sind sprachlos. In unserer Lodge fühlen wir uns, in Ledersesseln sitzend und das Kaminfeuer geniessend, in alte Tage zurückversetzt.

  • So friedlich

    So friedlich

    Und was wäre der Elephant Park ohne Elefanten?

  • Einfach mal nichts tun

    Einfach mal nichts tun

    Unseren letzten Tag an der Garden Route verbringen wir in der Stadt Addo direkt neben dem Nationalpark. Wir geniessen es im SPA, packen unsere Reisetaschen neu und machen einfach mal nichts, bevor wir von hier aus nach Johannesburg reisen.

  • Maboneng am Wochenende

    Maboneng am Wochenende

    Es ist Wochenende und im sicheren und geschichtsträchtigen Stadtteil Maboneng von Johannesburg trifft man sich im Ausgang. Es ist eine grosse Partymeile, überall läuft Musik und in den Clubs, Restaurants und auf der Strasse wird getanzt. Auch uns packt die Partystimmung und wir feiern kräftig mit, bevor wir die letzte Etappe unserer Reise antreten und es für uns in den Krüger-Nationalpark geht.

  • Ich kenne den Weg... glaube ich zumindest...

    Ich kenne den Weg... glaube ich zumindest...

    Unser Ziel heisst Lion Sands im südlichen Krüger-Nationalpark. Wir landen in Skukuza, und es ist über 40 Grad heiss. Wir müssen aber nicht weit fahren und in unserer Lodge erwartet uns ein kleiner privater Pool. Kurz genehmigen wir uns eine Abkühlung und schon sitzen wir wieder auf dem Geländewagen und geniessen die Natur.

  • Und plötzlich sind da 50 Büffel

    Und plötzlich sind da 50 Büffel

    Meinen Job als Spurenleser vorne auf dem Wagen muss ich zwar rasch wieder abgeben, dafür macht mein Nachfolger nun einen hervorragenden Job: Wir sichten an die 50 Büffel.

  • Mission Big Five geglückt

    Mission Big Five geglückt

    Zum Schluss ziehen wir in das private Wildreservat Sabi Sabi um. Leider schlägt nun auch das Wetter um, es ist kühl und regnerisch. Zum Glück sind wir mit Ponchos und Decken ausgestattet und können auf dem heutigen Game Drive mit der Sichtung eines Leoparden in der Dämmerung die Big Five abhaken. Wir geniessen das Abendessen in sehr familiärem Rahmen und lassen mit unserem Guide das Erlebte noch einmal Revue passieren. Ein herrlicher Abschluss unserer Reise! Und wir beschliessen: Afrika wir kommen wieder.

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Tipps

  • In Kapstadt mit Seehunden schnorcheln.

  • Mit dem 4x4 über den Montagu-Pass fahren.

  • Mindestens eine Nacht in einer luxuriösen Lodge verbringen.

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