Skitourenparadies Lofoten – Norwegen

von Ehemaliger Reiseberater

Bergsport fasziniert mich, im Sommer wie im Winter. Einsame Regionen, Natur pur und das unbeschreibliche Gefühl «den Gipfel» erreicht zu haben. Deshalb zögerte ich nicht lange, als ein paar Kollegen mit der Idee kamen, im April 2014 auf die Lofoten zu reisen, um dort das paradiesische Skitourengebiet zu erkunden.
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    Lofoten im Sommer & Winter

    Die Lofoten sind ein beliebtes Wander- und Kletterparadies im Sommer und unter den Skitouren-Fans eine versteckte Perle für atemberaubende, abgelegene Skitouren im Winter! Diese Inselgruppe vor der Küste Norwegens besteht aus ca. 80 Inseln. Die grösste und östlichste Insel der Lofoten ist bekannt für den Wintersport (Austvågøy). Einer der Hauptorte dieser Insel ist Svolvaer. Nebst dem Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der Fischfang. Der Stockfisch ist wohl ein bekannter Begriff. Der Fisch wird getrocknet und es liegt oft ein «würziger» Geschmack in der Luft. Wer individuell reist, mietet am besten ein Auto. Gerade für Kletterer oder Skitourengänger ist es einiges einfacher und man ist flexibler bei Planänderungen oder Wetterumschlag.

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    Landschaftszauber zwischen Kiruna und den Lofoten

    Die Strassen zwischen Kiruna und der Grenze nach Norwegen waren zum Teil verschneit und wir waren froh um die gute Reifenqualität mit «Spikes». Am Horizont zeichneten sich sanfte, verschneite Hügel ab. Auf den gefrorenen Seen befanden sich viele «Eis-Fischer». Vorbei an Huskyfarmen und scheinbar endlosen Snowmobil-Strecken, erreichten wir die Grenze zu Norwegen. Das Landschaftsbild veränderte sich und markante Berggipfel zeigten sich in der Ferne. Einige Tunnels führten sogar unter dem Meeresspiegel hindurch. Die Fahrt lohnte sich sehr; die Berglandschaft und das Meer versetzte uns in Staunen. Wo sonst gibt es diese einzigartige Kombination zwischen Meer und verschneiten Berggipfeln...

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    Ausgagspunkt Svolvaer

    Von einem Bergführer in der Schweiz erhielten wir den Tipp, unseren Standort in Svolvaer zu wählen. Rund um Svolvaer gibt es sehr viele, verschiedene Skitouren-Möglichkeiten, die alle in 30 bis 60 Fahrminuten zu erreichen sind. Vor Ort erkundigten wir uns über Unterkünfte; unser Wunsch war ein altes Fischerhäusschen direkt am Fijord. In einem der Hotels mitten im Örtchen von Svolvaer erhielten wir eine Adresse und fuhren Richtung Orsvagvaer. Die Gegend schien ausgestorben zu sein; kaum Menschen, ein paar Häuser und der tolle Fjiord! Und da waren auch schon diese hübschen, roten Fischer-Häusschen! Wir mieteten eines und waren von Anfang an begeistert! Als wir das Gepäck und die Skiausrüstung im Häusschen verstaut hatten, machten wir uns auf den Weg zurück nach Svolvaer um Einkäufe zu tätigen und uns nach Skitouren-Möglichkeiten zu erkundigen. Wir erhielten sehr viele wertvolle Tipps und man erklärte uns, wo wir die nötigen Skitourenbücher- und Karten erhalten. Lofoten, here we come.

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    Der sanfte Einstieg in die Skitourenwelt

    Wir waren uns einig, am ersten Tag eine «Einsteiger-Tour» zu unternehmen. Unsere Wahl viel auf den Berg Sautinden. Der Aufstieg führte hoch zu einem Plateau. Die Aussicht war atemberaubend! Je höher wir kamen, desto mehr Berggipfel erspähte man. Stolz ragten sie aus dem dunklen, wilden Meer heraus. Die vielen Fijorde schmückten die Gegend und die unbeschreibliche Ruhe der Natur hörte sich wunderbar an. Als wir das Plateau des Sautinden erreichten, freuten wir uns über die gigantische Aussicht und über die bevorstehende Abfahrt! Unsere erste, kleine Tour war ein voller Erfolg!

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    Stürmische, ungezähmte Lofoten

    Der Einfluss von Meer und Sonneneinstrahlung auf das Klima ergeben andere Verhältnisse, als bei uns – das Wetter kann im Nu drehen. Es gibt ein Lawinen-Bulletin, das wir regelmässig prüften. Das Bulletin ist jedoch nicht extrem detailliert und es empfiehlt sich, die einheimischen Skitourengänger zu fragen. Am zweiten Morgen machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir entschieden uns für eine Tour in westlicher Richtung. Wir machten uns auf zum Aufstieg auf den Rundfjellet. Die allerersten Spuren des Tages wurden von uns im Schnee verewigt. Und so genossen wir die unberührte Landschaft und ein wiederum traumhafter Rundblick. Die Kante vor dem Gipfel begrüsste uns mit stürmischen Windböen. Das Wetter beruhigte sich jedoch und so gönnten wir uns eine Pause bei strahlendem Sonnenschein im Wintermärchen der Lofoten. Der erste Teil der Abfahrt war so toll, dass wir auf halben Weg gleich nochmals die Felle montierten und zur Kante zurückliefen. Was für ein tolles Gefühl, in rhythmischen Schwüngen den Tiefschnee aufzuwirbeln!

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    Zum Gipfel des Torskmannen

    Eine weitere wunderschöne Tour sollte uns zum Gipfel des Torskmannen führen. Aber die Wetterlage verschlechterte sich während des Aufstiegs derart, dass wir abbrechen mussten. Weiter unten auf einer Ebene besserte sich das Wetter, vom Sturm war nicht mehr viel zu spüren. Wir beschlossen, einen anderen Aufstieg auf der gegenüberliegenden Seitenwand zu machen. Bei guter Sicht erreichten wir die eisverkrustete Flanke. Nach einer rasanten Abfahrt gings unter die heisse Dusche und dann weiter nach Kabelvag, wo wir unsere knurrenden Bäuche mit einem landestypischen Stockfisch-Eintopf verwöhnten.

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    Neuer Versuch Projekt «Torskmannen»

    Es war unser letzter Tag auf den Lofoten. Das Wetter meinte es gut mit uns und so beschlossen wir, nochmals einen Anlauf zum Gipfel des Torskmannen zu wagen. Unser zweiter Anlauf war erfolgreich und ein wiederum wunderschönes Erlebnis! Im Zickzack liessen wir unsere Tourenski über den Schnee gleiten und hielten den Gipfel als Ziel stets im Augenwinkel. Die Schneedecke war an diesem Morgen etwas hart und an einigen Stellen sogar eisig. Spitzkehren waren mit etwas mehr Aufwand und Kraftverbrauch verbunden. An der Kante angekommen errichteten, entfernten wir die Felle. Die Skier sicher geankert, machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Gipfel. Der Gipfelpfad war mittel-leicht, aber ohne Pickel erreichbar. Auf dem Gipfel feierten wir die Leistung und den Ausblick auf das dunkelblaue Meer. Die zum Teil vereisten Fjiorde liessen eine arktische Atmosphäre aufkommen. Wir freuten uns auf eine der schönsten Abfahrten der Woche!

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Ehemaliger Reiseberater

Tipps

  • - Beste Zeit für Ski-Touren: Mitte Februar - Mitte April
    - Slvolvaer ist der ideale Ausgangspunkt!

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