Unentdecktes Sumatra

von Gillian Müller

Auf zwei Rädern die endlosen Weiten einer der grössten Inseln weltweit erkunden! Mit diesem Vorsatz und jeder Menge Vorfreude im Gepäck, sind wir im Juli von Bangkok nach Sumatra losgezogen. Die Route für die kommenden Tage haben wir spontan bei einem Abendessen in Medan geplant, und die Distanzen der einzelnen Streckenabschnitte, sowie die Zustände und den Verkehr auf den Strassen dabei kläglich unterschätzt.
Bald schon haben wir aber unseren eigenen Rhythmus gefunden und ein riesengrosses Abenteur erleben dürfen. Die unberührte Natur, die freundlichen Menschen und das frische Essen waren die Highlights, die diese Reise zu einem unvergessenen Erlebnis gemacht haben.
  • Bangkok – immer wieder einen Besuch Wert

    Bangkok – immer wieder einen Besuch Wert

    Für mich gehört Bangkok zu den faszinierendsten Städten weltweit, weshalb ich bei meinen Reisen nach Südostasien immer einen Stopp in der pulsierenden Metropole einplane. Von den Ursprüngen im berühmten Backpackerviertel der Khao San Road zieht es mich dieses Mal etwas luxuriöser in ein Hotel am Flussufer. Auch Bangkok steht im Wandel – die dreckigen und muffigen Gassen gehören vielerorts der Vergangenheit an, und die Stadt zeigt sich in sehr sauberem Kleid mit trendigen Mikrobrauereien und hippen Restaurants.

  • Medan – wachsende Grossstadt

    Medan – wachsende Grossstadt

    Ankunft in Medan, dem Hauptort auf Sumatra. Auf dem Weg vom Flughafen zu unserem Hotel im Stadtzentrum fahren wir duch viele kleine Wohnquartiere und beobachten das Leben, das auf den Strassen stattfindet. Der Verkehr ist ein einziges Chaos, aber wir freuen uns darauf, bald ein Teil davon zu sein. Wir fühlen uns schnell sehr wohl in der Stadt und geniessen das Ursprüngliche und Chaotische, was in Bangkok nach und nach verloren geht.

  • Upside down in Medan

    Upside down in Medan

    Neben zahlreichen Märkten, malerischen Moscheen und aufregeden Rikschafahrten ist das «Upside Down World» eines der Highlights in Medan. In diesen Räumlichkeiten steht alles Kopf, und der Fantasie für lustige Fotoaufnahmen sind keine Grenzen gesetzt.

  • Jungle Trek in Bukit Lawang

    Jungle Trek in Bukit Lawang

    In Medan übernehmen wir unsere Motroräder. Die erste Etappe bringt uns in etwa fünf Stunden Fahrt raus aus dem Grossstadtchaos und rein in das kleine Dorf Bukit Lawang. Bukit Lawang bietet viele kleine Unterkünfte von sehr günstig bis erstklassig und gilt als Ausgangspunkt für ein- bis mehrtägige Dschungeltrekkings zu den Orang-Utans. Wir entscheiden uns für die kurze Variante ohne Übernachtung im Dschungel und ziehen am frühen Morgen mit unserem Guide in die Weiten des Dschungels. Das Trekking ist mittelschwer, aber ein gewisses Fitnesslevel ist von Vorteil, da sich die schmalen Wege die Flanken auf und ab winden.

  • Frei lebende Orang-Utans

    Frei lebende Orang-Utans

    Unsere Anstregungen werden bald belohnt – wir erspähen die ersten frei lebenden Orang Utans und haben die Möglichkeit, unseren Vorfahren bei ihrer täglichen Kletter-, Putz- und Fressroutine zuzuschauen. Die Tiere faszinieren mich von der ersten Begegenung an, ich könnte den ganzen Nachmittag hier verbringen und ihnen zusehen.

  • Bukit Lawang – die grüne Oase

    Bukit Lawang – die grüne Oase

    Nach unserem Dschungeltrekking wartet der kühle Fluss auf uns. Mit zusammengebundenen Gummipneus geht es flussabwärts zurück ins Dorf, wo das Abenteuer endet und das kühle Bier auf uns wartet. Das Dorf ist fast ausgestorben, aber alle machen sich bereit für die Hochsaison, wenn die Touristen in Massen anreisen und die lauschigen Guesthouses und Restaurants in eine geschäftige Riviera verwandeln.

  • Aktive Vulkane in Berastagi

    Aktive Vulkane in Berastagi

    Von Bukit Lawang fahren wir nach Berastagi. Das Klima verändert sich mit den zunehmenden Höhenmetern, und wir sind froh über unsere mitgebrachten Jacken. Eine sehr steile Strasse führt uns vom Dorf zum Ausgangspunkt des Vulkantrekkings. Der Aufstieg geht zwar ein wenig in die Beine, aber die Sicht auf den Vulkan und ins Tal ist einmalig. Wir passieren zahlreiche aktiven Schwefelquellen, die zischen und blubbern und erklimmen den einen oder anderen offiziellen oder inoffiziellen Aussichtspunkt. Die Aussicht auf den Krater und die umliegenden Gipfel raubt uns den Atem, und wir fühlen uns wie in deiner anderen Welt. Aus unseren Tagträumen werden wir aber alle paar Minuten wachgerüttelt, wenn lokale Teenager «Selfies» mit uns machen möchten.

  • Foodmarket in Berastagi

    Foodmarket in Berastagi

    In den Abendstunden verwandelt sich die Hauptstrasse, die durch Berastagi führt, in einen riesigen Foodmarket. Die Köche bauen ihre Strassenküchen auf, platzieren Plastikstühle und Tische und fangen an, die leckersten Gerichte zu zaubern. Ein echtes Erlebnis für die Augen und den Gaumen.

  • Highway to Lake Toba

    Highway to Lake Toba

    Der Weg von Berastagi zum Lake Toba führt uns durch die hügeligen Landschaften des Mittellandes. Das Klima ist sehr tropisch mit kurzen aber heftigen Regengüssen, und der Verkehr ist hier fast so chaotisch wie in Medan.

  • Lake Toba in Sicht

    Lake Toba in Sicht

    Der erste Blick auf den Lake Toba erscheint uns nach der langen und anstrengenden Fahrt wie eine Fata Morgana. Als einer der grössten Vulkankraterseen ist der Lake Toba die Lebensader für Tausende Anwohner und Aktivitätenparadies für Touristen. Trotzden hat die Region um den Lake Toba ihre Blüte bereits hinter sich gelassen. Die zerfallenen Unterkünfte lassen uns erahnen, was hier los war, als die Dörfer am See als zweites Koh Phangan gehandelt wurden.

  • Fähren auf dem Lake Toba

    Fähren auf dem Lake Toba

    Die verschiedeen Teile des Lake Toba werden mit Fähren verbunden. Nicht nur unsere Motorbikes finden ein Plätzchen auf dem Boot, sondern auch Waren aller Art werden so in die verschiedenen Dörfer transportiert. Die Überfahrt ist zum Glück sehr ruhig, aber je nach Wetterlage kann die kurze Reise zu einer schaukeligen Angelegenheit werden.

  • Lhokseumawe, eine Provinz auf dem Weg ins Paradies

    Lhokseumawe, eine Provinz auf dem Weg ins Paradies

    Auf der zweitägigen Reise von Medan nach Banda Aceh planen wir einen Übernachtungsstop in Lhokseumawe ein. Wir sind die Exoten in der Kleinstadt, werden aber überall herzlich begrüsst und verköstigt. Aufgrund der sehr muslimischen Lebensweise in diesem Teil von Sumatra kann es schon mal vorkommen, dass man beim Check-In im Hotel eine Heiratsurkunde vorweisen muss. Ist eine solche nicht vorhanden, muss strikt in zwei getrennten Zimmern übernachtet werden.

  • Traumstrände in Banda Aceh

    Traumstrände in Banda Aceh

    Nach zwei sehr anstrengenden Tagen auf dem unbequemen Sattel des Motorbikes, gefühlten tausend Selfies bei Tankstopps und unvergesslichen Begegnungen mit Einheimischen erreichen wir die Traumstrände von Banda Aceh. Der feine, weisse Sand lädt zu Spaziergängen, Badespass und Relaxen ein. Aber Achtung – Banda Aceh ist sehr muslimisch – Bikinis sind auch bei Touristen nicht erlaubt, und es wird erwartet, dass man sich bedeckt hält und die Erfrischung in Form eines kühlen Blonden bekommen wir nur über Kontakte unseres Lodgebesitzers.

  • Fangfrischer Fisch

    Fangfrischer Fisch

    Die Küstenbewohner von Banda Aceh fahren in den frühen Morgenstunden mit ihren Fischerboten aufs Meer hinaus und bringen fangfrischen Fisch zurück in ihre Dörfer. An den Stränden reihen sich kleine Restaurants, die den Fisch auf ihren Grills zubereiten. Traditionell gehört eine Portion Reis und ein scharfes Sambal dazu.

  • Relaxen und die Ruhe geniessen

    Relaxen und die Ruhe geniessen

    Die Strände von Banda Aceh sind mit kleinen Pavillons gesäumt. Diese lauschigen, schattigen Plätzchen laden uns immer wieder zum Relaxen und zum Geniessen der Aussicht ein.

  • Baiturrahman Grand Mosque

    Baiturrahman Grand Mosque

    Die Baiturrahman Grand Mosque in Banda Aceh ist der Treffpunkt für alle Gläubigen aus der Stadt und den umliegenden Dörfern. Obwohl wir nicht dem Glauben angehören, dürfen wir verhüllt in einen Umhang und mit Kopftuch den grossen Platz und die Aussenanlagen der Moschee erkunden. Beim Tsunami im Jahr 2004 war die Moschee das einzige Bauwerk in der Stadt, das den Wassermassen standgehalten hat. Wir verweilen fast den ganzen Nachmittag in der Anlage und freuen uns über die unvergesslichen Begegnungen mit den einheimischen Besuchern.

  • Tsunami-Museum Banda Aceh

    Tsunami-Museum Banda Aceh

    Das Tsunami-Museum in Banda Aceh ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir müssen uns zwar schon fast zum Eingang durchkämpfen, da sich Schlangen von Besuchern bilden, die alle ein Selfie mit uns machen möchten, aber im Schutz der Museumsmauern können wir uns dann den Themen der Ausstellungen widmen. Die vermittelten Informationen sind sehr interessant, und uns wird zum ersten Mal bewusst, wie stark Banda Aceh von der Welle getroffen wurde und welche traurigen Schicksale mit der Katastrophe zusammenhängen.

  • World Cup Final in der Dorfkneipe

    World Cup Final in der Dorfkneipe

    Was für ein Erlebnis! Wir werden von einem sehr aufgeschlossenen, jungen Mann eingeladen, dass Finalspiel der Fussballweltmeisteschaft mit ihm und seinen Freunden in der Dorfkneipe zu schauen. Pünktlich holt er uns in unserem Guesthouse ab, und wir fahren im Motorbike-Konvoi zum heutigen Schauplatz. Es stört mich gar nicht, dass ich die einzige Frau bin, im Gegenteil – ich fühle mich schon fast akzeptiert in der Männerrunde.

  • Mit der Fähre ins Paradies

    Mit der Fähre ins Paradies

    Ab Banda Aceh verkehrt zweimal täglich eine Auto-/Motorradfähre auf die Insel Pulau Weh. Bei unserer Ankunft im Hafen stehen die Motorbikefahrer bereits Schlange und schon kurze Zeit später erfahren wir, dass die Vormittagsfähre an diesem Tag ausfällt. Die lokalen Reisenden helfen uns mit den Tickets und nach etwa fünf Stunden Warten geht es dann doch endlich los. Die Überfahrt dauert etwa zwei Stunden, und zeitweise wird unser Schif von Delfinen begleitet.

  • Jeder Zentimeter wird ausgenutzt

    Jeder Zentimeter wird ausgenutzt

    Das Einschiffen auf die Fähre ist ein echtes Erlebnis. Die Hauptplätze werden den grösseren Fahrzeugen zugewiesen und sobald diese geparkt sind, werden alle Lücken mit Motorbikes aufgefüllt.

  • Kilometer 0

    Kilometer 0

    Das Strassennetz von Indonesien erstreckt sich mit einer Länge von rund 500'000 Kilometern über die einzelnen Inseln und wird mit Brücken oder Fähren verbunden. Pulau Weh, als nördlichste Insel, gilt als Startpunkt dieses Netzes und der «Kilometer 0» ist eine absolute Touristenattraktion. Viele lokale Bikerclubs starten auf Pulau Weh, um die kompletten 500'000 Kilometer abzufahren.

  • Wunderbare Unterwasserwelt

    Wunderbare Unterwasserwelt

    Die Unterwasserwelt von Pulau Weh ist atemberaubend und bietet für jedes Tauchlevel die passenden Divespots. Wir machen unseren «Refresher» am Hausriff und fahren dann für die weiteren Tauchgänge mit den Booten zu den verschiedenen Plätzen.

  • Zurück in Medan

    Zurück in Medan

    Nach ein wenig mehr als drei Wochen unterwegs mit unseren Motorbikes, Hunderten von Kilometern auf den chaotischen Strassen von Sumatra, unvergesslichen Begegnungen und atemberaubenden Eindrücken kehren wir etwas erschöpft, aber zufrieden und vor allem unversehrt nach Medan zurück. Die nächsten Tage entspannen wir uns in unserem Luxustempel in Medan, bevor wir dann leider schon wieder nach Hause reisen müssen.

BeratungsterminAnfrage

Angaben Reisebericht

Portraitbild Gillian Müller Mai 2017
BeraterInGillian Müller
ZielIndonesien
Reiseart

Erlebnisreisen, Aktivreisen

Weitere Reiseberichte

Tipps

  • Die Welt mal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten – möglich im «Upside Down World» in Medan.

  • Frei lebende Orang-Utans beobachten und die Stille des Dschungels in Bukit Lawang geniessen.

  • Vulkane von Berastagi – nicht nur die Wanderung, sondern auch die Begegnung mit den Teenies, die mit ihren Gitarren zu den Kratern wandern, bleiben unvergessen.

  • Geduld ins Gepäck packen für die zahlreichen Selfies mit den Einheimischen.

  • Frisches, lokales Essen probieren.

  • Die Unterwasserwelt von Pulau Weh erkunden.

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