Brasilien: Abenteuer Marsupilamiland Amazonas

von Ninja Schönig

Auf die Ausschreibung "Wer hat Lust, ein Projekt mit Indigenen im Amazonas kennenzulernen und darüber zu berichten?" meldete ich mich spontan. So treffe ich einige Zeit später in Manaus Mirko, einem Weltenbummler wie er im Buche steht und seit 2 Jahren mit seiner brasilianischen Freundin in Manaus lebt und Toberinho, dem Caquizen (also Häuptling) des Indigenenstammes der Munduruku. Mit Boot und Kanu sind wir einen ganzen Tag im "Indianerland" unterwegs, übernachten bei den verschiedenen indigenen Familien und unternehmen auch kleinere Wanderungen in den Waldgebieten.
  • Als "richtiger" Globetrotter will man ja möglichst bevölkerungsnah reisen, also habe ich den Zwischenstopp auch lange genug eingeplant. Philadelphia – "Philly" – in zehn Stunden.

    1. Zwischenstopp: Philadelphia

    Als "richtiger" Globetrotter will man ja möglichst bevölkerungsnah reisen, also habe ich den Zwischenstopp auch lange genug eingeplant. Philadelphia – "Philly" – in zehn Stunden.

  • Miami

    2. Zwischenstopp: Miami

    Die zweite Etappe ist geschafft und hier wird das Klima langsam heisser. Jetzt trennt mich nur noch ein füneinhalbstündiger Flug von meinem Ziel in Brasilien: Manaus. In Miami mache ich mit dem Zug vom Flughafen und den Bussen auf Erkundungstour des Finanzviertels und der Strandpromenade.

  • In Manaus angekommen, treffe ich Mirko. Zuerst führt er mich auf einem Rundgang durch die Stadt, zum Hafenviertel mit einem Blick auf die Brücke über den Rio Negro. Der Bau hat 5 Jahre gedauert und einige Taucher die bei den Bauarbeiten dabei waren, sind angeblich riesigen Wesen begegnet und haben sich danach geweigert, nochmals in die Tiefen zu gehen.

    Manaus: Ponte Rio Negro

    In Manaus angekommen, treffe ich Mirko. Zuerst führt er mich auf einem Rundgang durch die Stadt, zum Hafenviertel mit einem Blick auf die Brücke über den Rio Negro. Der Bau hat 5 Jahre gedauert und einige Taucher die bei den Bauarbeiten dabei waren, sind angeblich riesigen Wesen begegnet und haben sich danach geweigert, nochmals in die Tiefen zu gehen.

  • ...hat mich schon immer begeistert. Bei den rund 40 Grad in Manaus heizen sich die Sättel und Lenker der Motorräder – wohl das beliebteste Fortbewegungsmittel Südamerikas – in der Sonne stark auf. Mit den Pappdeckeln und den Plastiküberwürfen werden unangenehme brennende Berührungen vermieden.

    Lateinamerikanische Funktionalität...

    ...hat mich schon immer begeistert. Bei den rund 40 Grad in Manaus heizen sich die Sättel und Lenker der Motorräder – wohl das beliebteste Fortbewegungsmittel Südamerikas – in der Sonne stark auf. Mit den Pappdeckeln und den Plastiküberwürfen werden unangenehme brennende Berührungen vermieden.

  • Mit einem Amazonasschiff gehts weg von der Millionenstadt. Wir sind gefühlt sehr lange damit unterwegs. Von Manaus aus quert man den "Encontro das Aguas" – das Zusammenfliessen des  Rio Negros mit dem Rio Solimoes. Dunkles und blaues Wasser treffen aufeinander und vermischen sich nicht.

    Der Weg ins Land der Munduruku

    Mit einem Amazonasschiff gehts weg von der Millionenstadt. Wir sind gefühlt sehr lange damit unterwegs. Von Manaus aus quert man den "Encontro das Aguas" – das Zusammenfliessen des Rio Negros mit dem Rio Solimoes. Dunkles und blaues Wasser treffen aufeinander und vermischen sich nicht.

  • Unsere Transportmittel werden immer kleiner. Während der Fahrt kommen wir an schwimmenden Tankstellen und kleinen Läden vorbei. Einfache Behausungen wechseln sich ab mit Wiesen auf denen Kühe weiden. Je weiter wir in abgelegene Gegenden kommen, umso dichter wird der Dschungel entlang des Flusses.

    Schiffbruch mit Häuptling

    Unsere Transportmittel werden immer kleiner. Während der Fahrt kommen wir an schwimmenden Tankstellen und kleinen Läden vorbei. Einfache Behausungen wechseln sich ab mit Wiesen auf denen Kühe weiden. Je weiter wir in abgelegene Gegenden kommen, umso dichter wird der Dschungel entlang des Flusses.

  • Bevor wir uns schlafen legen, düst Mirko noch mit mir durch die Gegend, um mir den "Geierbaum" zu zeigen. Wegen der Trockenzeit ist der Wasserstand etwa 15 m tiefer als sonst. Dadurch werden viele kleinere Inseln freigelegt, die sonst unter Wasser stehen.

    Holzkanu mit Düsenantrieb

    Bevor wir uns schlafen legen, düst Mirko noch mit mir durch die Gegend, um mir den "Geierbaum" zu zeigen. Wegen der Trockenzeit ist der Wasserstand etwa 15 m tiefer als sonst. Dadurch werden viele kleinere Inseln freigelegt, die sonst unter Wasser stehen.

  • Ohne die Geier würde das ökologische Gleichgewicht des Amazonas schnell ins Wanken geraten. Als Aasfresser sind sie sehr wichtig, um den biologischen "Abfall" zu entsorgen. Man könnte sie auch als die fliegenden Kompostwürmer bezeichnen.

    Putzkolonne des Amazonas

    Ohne die Geier würde das ökologische Gleichgewicht des Amazonas schnell ins Wanken geraten. Als Aasfresser sind sie sehr wichtig, um den biologischen "Abfall" zu entsorgen. Man könnte sie auch als die fliegenden Kompostwürmer bezeichnen.

  • Ohne die Hilfe der Geier würde man lange warten müssen, um sich diesen hübschen Krokodilschädel auf den Kamin zu stellen. Wer braucht schon Schnickschnack aus dem Dekohaus? – Die Natur bietet hier auch das.

    Gut "geputzer" Kaminschmuck

    Ohne die Hilfe der Geier würde man lange warten müssen, um sich diesen hübschen Krokodilschädel auf den Kamin zu stellen. Wer braucht schon Schnickschnack aus dem Dekohaus? – Die Natur bietet hier auch das.

  • Am nächsten Tag brechen wir auf und laufen erst einmal durch das grüne Dickicht. Die Anzahl alleine der verschiedenen Farnarten ist unglaublich. Nach etwa einer Stunde kommen wir zu einer kleinen indigenen Gemeinde.

    Dschungelwanderung

    Am nächsten Tag brechen wir auf und laufen erst einmal durch das grüne Dickicht. Die Anzahl alleine der verschiedenen Farnarten ist unglaublich. Nach etwa einer Stunde kommen wir zu einer kleinen indigenen Gemeinde.

  • Die riesigen Palmwedeln werden schichtweise auf vier Pfosten mit Stützen gebaut und ergeben so ein schützendes Dach. An die Balken werden dann die Hängematten (mit Moskitonetz!) aufgehängt.

    Dachbau mit Pflanzen

    Die riesigen Palmwedeln werden schichtweise auf vier Pfosten mit Stützen gebaut und ergeben so ein schützendes Dach. An die Balken werden dann die Hängematten (mit Moskitonetz!) aufgehängt.

  • Was braucht man mehr als einen Ball und lebenslustige Kinder? Als absolute Fussballnull spiele auch ich mit und renne mit den Kleinen durch den Sand. Wir haben eine Riesengaudi dabei! Danach gibts einen Sprung in den (lauwarmen) Amazonas.

    Nationalsport Nummer 1

    Was braucht man mehr als einen Ball und lebenslustige Kinder? Als absolute Fussballnull spiele auch ich mit und renne mit den Kleinen durch den Sand. Wir haben eine Riesengaudi dabei! Danach gibts einen Sprung in den (lauwarmen) Amazonas.

  • Traditionell ist man im Amazonas, das was die Umgebung hergibt. Das ist natürlich Fisch, aber auch Reis und vor allem "Farinha". Das ist eine Art Mehl, das in einer grossen Kochschale über dem Feuer geröstet wird. Hier isst Loro, der Hauspapagei mit.

    Abendessen

    Traditionell ist man im Amazonas, das was die Umgebung hergibt. Das ist natürlich Fisch, aber auch Reis und vor allem "Farinha". Das ist eine Art Mehl, das in einer grossen Kochschale über dem Feuer geröstet wird. Hier isst Loro, der Hauspapagei mit.

  • Der Amazonas ist alles: Transportweg, Waschsalon, Trinkwasserquelle, Fischzuchtbecken... Vor allem aber ist er eines: absolut faszinierend!

    Abwaschen

    Der Amazonas ist alles: Transportweg, Waschsalon, Trinkwasserquelle, Fischzuchtbecken... Vor allem aber ist er eines: absolut faszinierend!

  • Der tiefe Wasserstand gestalten den Fluss zu ungewohnten Landschaften um. Der seichte Fluss bildet breite Mäander. Auf den nun trockenen Flussbettstellen wachsen schnell Gräser in einem zarten Grün.

    Trockenzeit

    Der tiefe Wasserstand gestalten den Fluss zu ungewohnten Landschaften um. Der seichte Fluss bildet breite Mäander. Auf den nun trockenen Flussbettstellen wachsen schnell Gräser in einem zarten Grün.

  • Im Amazonasgebiet leben geschätzt 1300 verschiedene Vogelarten. Einige bauen runde Nester in den Baumwipfeln, andere nisten in Baumhöhlen oder auch im Sand. Mit etwas Zeit und Ruhe entdeckt man viele verschiedene Arten.

    Vögel

    Im Amazonasgebiet leben geschätzt 1300 verschiedene Vogelarten. Einige bauen runde Nester in den Baumwipfeln, andere nisten in Baumhöhlen oder auch im Sand. Mit etwas Zeit und Ruhe entdeckt man viele verschiedene Arten.

  • Die genaue Anzahl der Baumarten (um die 12'000) in dem riesigen Dschungel ist ungewiss. Doch gilt der Amazonas als natürliche Apotheke und wird von der Pharmaindustrie immer mehr "entdeckt". Im Bild ein Cajú (Cashewnuss).

    Baumarten

    Die genaue Anzahl der Baumarten (um die 12'000) in dem riesigen Dschungel ist ungewiss. Doch gilt der Amazonas als natürliche Apotheke und wird von der Pharmaindustrie immer mehr "entdeckt". Im Bild ein Cajú (Cashewnuss).

  • Eine Schweizer Firma wollte mitten im Amazonas ein Luxushotel aufbauen. Den Gerüchten nach wurden Millionen ausgegeben, das Projekt aber nie fertiggestellt. Das Hotel ist inzwischen zerfallen und dient nun einer anderen Spezies als Gasthaus.

    Millionenprojekt, verlassene Luxushotels

    Eine Schweizer Firma wollte mitten im Amazonas ein Luxushotel aufbauen. Den Gerüchten nach wurden Millionen ausgegeben, das Projekt aber nie fertiggestellt. Das Hotel ist inzwischen zerfallen und dient nun einer anderen Spezies als Gasthaus.

  • In den verlassenen Gebäuden haben sich Scharen von Fledermäusen eingenistet und scheinen die Unterkunft gerne zu übernehmen.

    Alternativnutzung

    In den verlassenen Gebäuden haben sich Scharen von Fledermäusen eingenistet und scheinen die Unterkunft gerne zu übernehmen.

  • Schon naht der Abschied. Ein letztes Mal geniesse ich die Idylle an dieser südamerikanischen Lebensader.

    Am Amazonas

    Schon naht der Abschied. Ein letztes Mal geniesse ich die Idylle an dieser südamerikanischen Lebensader.

  • Und schon gehts nach erlebnisreichen Tagen zurück. Noch einmal heisst es Hängematte aufspannen und entspannt ein paar Stunden "aushängen" und die Wärme aufsaugen, bevor es wieder in die kalte Schweiz geht.
Danke Mirko! Obrigada Toberinho!

    Ein letztes Mal Hängematte

    Und schon gehts nach erlebnisreichen Tagen zurück. Noch einmal heisst es Hängematte aufspannen und entspannt ein paar Stunden "aushängen" und die Wärme aufsaugen, bevor es wieder in die kalte Schweiz geht.
    Danke Mirko! Obrigada Toberinho!

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Portraitbild Ninja Schönig
BeraterInNinja Schönig
ZielBrasilien
Reiseart

Sportreisen, Aktivreisen

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Tipps

  • In Manaus zum Hafen gehen, sich dort vom bunten Gewimmel einlullen lassen und bei einem Acaí in die Stadt eintauchen.

  • Unbedingt genügend Zeit mitbringen: in der Hängematte auf dem Boot zu liegen und den Sternenhimmel anzuschauen ist Entspannung und Amazonas pur!

  • Manaus: Im Restaurant Tambaqui de banda (beim Theater) Fruchtsäfte probieren und eine Fischplatte gustieren.

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