Bom dia Brasil!

von Ehemaliger Reiseberater

Ungeplant kommt immer gut! Eigentlich sollte mich mein Ferienjob als Matrosin auf einem Segelschiff nach Boston bringen, doch wir legen unerwartet in Fortaleza an und ich entscheide mich spontan, dort zu bleiben. Vom trockenen und tropischen Norden reise ich in den brasilianischen Winter im Süden und entdecke ein vielfältiges Land.
  • Fussball am Strand und eine frische Kokosnuss in meiner Hand: Brasilien-Klischee pur bereits an meinem ersten Abend!

    Fortaleza

    Fussball am Strand und eine frische Kokosnuss in meiner Hand: Brasilien-Klischee pur bereits an meinem ersten Abend!

  • Mein erster Stopp ist das Hippiedörfchen Canoa Quebrada. Wer über die Dünen wandert oder sich dem Strand entlang etwas vom Dorf entfernt, hat den Strand bald für sich alleine. Die Jangada-Segelschiffe haben mich schon fasziniert als wir uns mit dem Dreimaster Fortaleza genähert haben. Sind sie eher bloss ein Surfbrett mit Segel als ein richtiges Schiff. Trotzdem fahren die Fischer sehr weit mit diesen Nussschalen aufs offene Meer hinaus um den Fang einzubringen.

    Canoa Quebrada

    Mein erster Stopp ist das Hippiedörfchen Canoa Quebrada. Wer über die Dünen wandert oder sich dem Strand entlang etwas vom Dorf entfernt, hat den Strand bald für sich alleine. Die Jangada-Segelschiffe haben mich schon fasziniert als wir uns mit dem Dreimaster Fortaleza genähert haben. Sind sie eher bloss ein Surfbrett mit Segel als ein richtiges Schiff. Trotzdem fahren die Fischer sehr weit mit diesen Nussschalen aufs offene Meer hinaus um den Fang einzubringen.

  • In Pipa entdecke ich einen der wahrscheinlich schönsten Strände des Nordens. Eine einfache Holzhütte als Unterkunft, direkt am Strand – was will man mehr? Diese Aussicht von meinem Balkon lädt zum Verweilen ein. Hier hätte ich es gut länger ausgehalten. Ich muss mich nach ein paar Tagen fast dazu zwingen weiterzureisen. Die Verlockung einfach hier zu bleiben ist gross.

    Praia da Pipa

    In Pipa entdecke ich einen der wahrscheinlich schönsten Strände des Nordens. Eine einfache Holzhütte als Unterkunft, direkt am Strand – was will man mehr? Diese Aussicht von meinem Balkon lädt zum Verweilen ein. Hier hätte ich es gut länger ausgehalten. Ich muss mich nach ein paar Tagen fast dazu zwingen weiterzureisen. Die Verlockung einfach hier zu bleiben ist gross.

  • "Johannes-Person" ist ein komischer Name für eine Stadt, denke ich mir, und reise trotzdem hin. Die Stadt bietet zwar nicht wahnsinnig viele Highlights, doch ein paar hübsche Ecken gibt es auch hier zu entdecken. Das Beste ist aber das allabendliche Spektakel am "Krokodilstrand", wenn zum Sonnenuntergang ein Saxophonist in einem kleinen Ruderboot auf den Fluss hinausfährt und Ravel's Bolero bläst.

    João Pessoa

    "Johannes-Person" ist ein komischer Name für eine Stadt, denke ich mir, und reise trotzdem hin. Die Stadt bietet zwar nicht wahnsinnig viele Highlights, doch ein paar hübsche Ecken gibt es auch hier zu entdecken. Das Beste ist aber das allabendliche Spektakel am "Krokodilstrand", wenn zum Sonnenuntergang ein Saxophonist in einem kleinen Ruderboot auf den Fluss hinausfährt und Ravel's Bolero bläst.

  • Olinda ist die kleine und hübsche "Schwester" von Recife. Olinda ist mit seinen Ateliers und Galerien viel stimmungsvoller, die Hochhaus-Skyline von Recife im Süden dafür spektakulär.

    Olinda die Hübsche

    Olinda ist die kleine und hübsche "Schwester" von Recife. Olinda ist mit seinen Ateliers und Galerien viel stimmungsvoller, die Hochhaus-Skyline von Recife im Süden dafür spektakulär.

  • 76 Kirchen warten darauf in Salvador besucht zu werden. Damit ist Salvador führend unter allen brasilianischen Städten. Die vielen Sakralbauten haben der Stadt auch den Spitznamen "Das schwarze Rom" eingebracht.

    Salvador da Bahia

    76 Kirchen warten darauf in Salvador besucht zu werden. Damit ist Salvador führend unter allen brasilianischen Städten. Die vielen Sakralbauten haben der Stadt auch den Spitznamen "Das schwarze Rom" eingebracht.

  • Etwa sechs lange Busstunden entfernt befindet sich im Landesinnern die Chapada Diamantina, ein wahres Naturparadies. Der Ausblick von den Hochplateaus ist fantastisch! 
Auf verschiedenen Ausflügen und Wanderungen kann man in Höhlenwelten eintauchen und sich in Wasserfällen erfrischen.

    Chapada Diamantina

    Etwa sechs lange Busstunden entfernt befindet sich im Landesinnern die Chapada Diamantina, ein wahres Naturparadies. Der Ausblick von den Hochplateaus ist fantastisch!
    Auf verschiedenen Ausflügen und Wanderungen kann man in Höhlenwelten eintauchen und sich in Wasserfällen erfrischen.

  • Der kleine Kolonialort Cachoeira bekommt nicht so viel Besuch. Zu Unrecht, warten hier doch fast genau so hübsche Kolonialbauten wie im grossen Salvador. Die Strassen sind bereits bunt geschmückt für die kommenden Juni-Festas.

    Cachoeira & São Felix

    Der kleine Kolonialort Cachoeira bekommt nicht so viel Besuch. Zu Unrecht, warten hier doch fast genau so hübsche Kolonialbauten wie im grossen Salvador. Die Strassen sind bereits bunt geschmückt für die kommenden Juni-Festas.

  • Die kleine Insel Boipeba ist auf der einen Seite von Flüssen, und auf der anderen Seite vom Ozean umgeben. Auf der Insel gibt es keine Teerstrasse und keine Autos. Die Fortbewegung erfolgt zu Fuss, per Boot oder mit Traktoren. Wer mutig ist, kann sich auch auf einem Motorrad über die Sandpisten chauffieren lassen. Selber erwandere ich mir die Insel lieber. Die Strände sind vielleicht nicht "perfekt", dafür wild und naturbelassen, und in der Nebensaison praktisch menschenleer. Genau also wie ich sie liebe.

    Inselparadies

    Die kleine Insel Boipeba ist auf der einen Seite von Flüssen, und auf der anderen Seite vom Ozean umgeben. Auf der Insel gibt es keine Teerstrasse und keine Autos. Die Fortbewegung erfolgt zu Fuss, per Boot oder mit Traktoren. Wer mutig ist, kann sich auch auf einem Motorrad über die Sandpisten chauffieren lassen. Selber erwandere ich mir die Insel lieber. Die Strände sind vielleicht nicht "perfekt", dafür wild und naturbelassen, und in der Nebensaison praktisch menschenleer. Genau also wie ich sie liebe.

  • Der Sonnenuntergang ist original kitischig. Kein Photoshop, versprochen.

    Boipeba Sunset

    Der Sonnenuntergang ist original kitischig. Kein Photoshop, versprochen.

  • Einen Inlandflug später und ich befinde mich im kühleren Süden des Landes auf der Königsstrasse. Ouro Preto ist sicher einer der schönsten Kolonialorte des Landes. Mir gefällt sein studentischer Charakter und die malerische, hügelige Umgebung. Was mir dann trotzdem nicht so gefällt sind die Hügel inmitten der Stadt – denn Sightseeing wird so etwas anstrengend...

    Auf der Estrada Real

    Einen Inlandflug später und ich befinde mich im kühleren Süden des Landes auf der Königsstrasse. Ouro Preto ist sicher einer der schönsten Kolonialorte des Landes. Mir gefällt sein studentischer Charakter und die malerische, hügelige Umgebung. Was mir dann trotzdem nicht so gefällt sind die Hügel inmitten der Stadt – denn Sightseeing wird so etwas anstrengend...

  • "Ouro Preto", schon der Name verrät einiges über die Geschichte der Stadt: Ouro Preto bedeutet übersetzt "schwarzes Gold": Das Edelmetall ist hier durch Eisenoxid schwarz gefärbt. In der Umgebung kann man alte Goldminen besichtigen. Ich entscheide mich für die "Mina da Passagem", eine der grössten Minen die per Dynamit gesprengt wurde. Mit einer kleinen Standseilbahn gelangen wir Touristen, wie damals die Minenarbeiter, 300 Meter tief in den Stollen. Im Mineninneren erstaunt es mich etwas einen klaren, blauen unterirdischen See anzutreffen, in dem Taucher noch tiefer gehen können.

    Goldmine

    "Ouro Preto", schon der Name verrät einiges über die Geschichte der Stadt: Ouro Preto bedeutet übersetzt "schwarzes Gold": Das Edelmetall ist hier durch Eisenoxid schwarz gefärbt. In der Umgebung kann man alte Goldminen besichtigen. Ich entscheide mich für die "Mina da Passagem", eine der grössten Minen die per Dynamit gesprengt wurde. Mit einer kleinen Standseilbahn gelangen wir Touristen, wie damals die Minenarbeiter, 300 Meter tief in den Stollen. Im Mineninneren erstaunt es mich etwas einen klaren, blauen unterirdischen See anzutreffen, in dem Taucher noch tiefer gehen können.

  • Der vielleicht schönste Hauptplatz des Landes findet sich im Nachbardorf Mariana.

    Mariana

    Der vielleicht schönste Hauptplatz des Landes findet sich im Nachbardorf Mariana.

  • Wegen Aleijadinho, "dem Krüppel", stoppe ich in Congonhas. Er hat die zwölf Apostel aus Stein gehauen, welche die Basilika de Bom Jesus dos Matosinhos schmücken. Aleijadinho (sein richtiger Name war Antonio Francisco Lisboa) ist der bekannteste brasilianische Bildhauer der Barockzeit. Als seine Hände aufgrund seiner Lepraerkrankung immer mehr verkrüppelten, liess er sich seine Werkzeuge an den Armstümpfen festbinden. Es ist unglaublich, wie er diese Meisterwerke trotz seiner Behinderung schaffen konnte.

    Basilika de Bom Jesus

    Wegen Aleijadinho, "dem Krüppel", stoppe ich in Congonhas. Er hat die zwölf Apostel aus Stein gehauen, welche die Basilika de Bom Jesus dos Matosinhos schmücken. Aleijadinho (sein richtiger Name war Antonio Francisco Lisboa) ist der bekannteste brasilianische Bildhauer der Barockzeit. Als seine Hände aufgrund seiner Lepraerkrankung immer mehr verkrüppelten, liess er sich seine Werkzeuge an den Armstümpfen festbinden. Es ist unglaublich, wie er diese Meisterwerke trotz seiner Behinderung schaffen konnte.

  • Schon wieder besuche ich eine Ortschaft mit einem kurligen Namen: Tiradentes heisst übersetzt Zahnzieher. Das Dorf ist so pittoresk, dass es schon fast kitschig ist und ich mir wie in einem Themenpark vorkomme. Immer wieder muss ich mir sagen, dass das Dorf wirklich echt ist.

    Tiradentes

    Schon wieder besuche ich eine Ortschaft mit einem kurligen Namen: Tiradentes heisst übersetzt Zahnzieher. Das Dorf ist so pittoresk, dass es schon fast kitschig ist und ich mir wie in einem Themenpark vorkomme. Immer wieder muss ich mir sagen, dass das Dorf wirklich echt ist.

  • Die wundervolle Stadt Rio ist die letzte Station meiner Reise durch Brasilien. Die Aussicht über die Stadt aus dem Gästehaus ist spektakulär! Die Pousada befindet sich inmitten einer Favela. Und ich fühle mich absolut sicher.

    Cidade Maravilhosa

    Die wundervolle Stadt Rio ist die letzte Station meiner Reise durch Brasilien. Die Aussicht über die Stadt aus dem Gästehaus ist spektakulär! Die Pousada befindet sich inmitten einer Favela. Und ich fühle mich absolut sicher.

  • Es muss nicht immer die Copacabana sein. Meiner Meinung nach ist der bekannteste Strand Rios sowieso total überbewertet. Der "rote Strand“ Praia Vermelha ist zwar schmal, gefällt mir aber viel besser. Die traumhafte Lage zwischen dem Zuckerhut und anderen Felsen sorgt für sanften Wellengang und eine abgeschiedene, ruhige Atmosphäre.

    Zuckerhut

    Es muss nicht immer die Copacabana sein. Meiner Meinung nach ist der bekannteste Strand Rios sowieso total überbewertet. Der "rote Strand“ Praia Vermelha ist zwar schmal, gefällt mir aber viel besser. Die traumhafte Lage zwischen dem Zuckerhut und anderen Felsen sorgt für sanften Wellengang und eine abgeschiedene, ruhige Atmosphäre.

  • Die meisten Museen befassen sich mit der Vergangenheit. Das Museu do Amanhã – Museum von Morgen – befasst sich hingegen mit der Frage, wie wir die Zukunft unseres Planeten mit unseren Handlungen von gestern und heute beeinflussen und wohin wir als Menschheit gehen wollen. Der wissenschaftliche und philosophische Ansatz und das interaktive Erlebnis des futuristisch aussehenden Museums überzeugen. Das Museum ist definitiv einen Besuch wert.

    Zukunftsmuseum

    Die meisten Museen befassen sich mit der Vergangenheit. Das Museu do Amanhã – Museum von Morgen – befasst sich hingegen mit der Frage, wie wir die Zukunft unseres Planeten mit unseren Handlungen von gestern und heute beeinflussen und wohin wir als Menschheit gehen wollen. Der wissenschaftliche und philosophische Ansatz und das interaktive Erlebnis des futuristisch aussehenden Museums überzeugen. Das Museum ist definitiv einen Besuch wert.

  • Rio ist die Heimat des weltweit grössten Stadtwaldes. Der Tijuca-Nationalpark mitten in der Stadt, ist der Lebensraum einer äusserst vielfältigen Flora und Fauna und bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten. Der Tijuca-Wald ist ein Grund, warum ich Rio zur für mich besten Stadt Südamerikas erklärt habe. Nirgends sonst kann man sich vom Betondschungel einer Grossstadt in einem echten Dschungel direkt in der Stadt erholen.

    Floresta Tijuca

    Rio ist die Heimat des weltweit grössten Stadtwaldes. Der Tijuca-Nationalpark mitten in der Stadt, ist der Lebensraum einer äusserst vielfältigen Flora und Fauna und bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten. Der Tijuca-Wald ist ein Grund, warum ich Rio zur für mich besten Stadt Südamerikas erklärt habe. Nirgends sonst kann man sich vom Betondschungel einer Grossstadt in einem echten Dschungel direkt in der Stadt erholen.

  • Jeder kennt die bekannten Aussichtspunkte auf dem Zuckerhut oder am Fusse der Christusstatue auf dem Corcovado. Mit entsprechend vielen anderen Personen muss man sich die Aussicht und den Platz dort auch teilen. Ich finde meinen persönlichen Lieblingsort auf einer Wanderung im Tijuca-Wald und treffe hier nur ganz wenig andere Ausflügler. Ein herrlicher Abschluss meiner Brasilien-Reise.

    Aussichtspunkt

    Jeder kennt die bekannten Aussichtspunkte auf dem Zuckerhut oder am Fusse der Christusstatue auf dem Corcovado. Mit entsprechend vielen anderen Personen muss man sich die Aussicht und den Platz dort auch teilen. Ich finde meinen persönlichen Lieblingsort auf einer Wanderung im Tijuca-Wald und treffe hier nur ganz wenig andere Ausflügler. Ein herrlicher Abschluss meiner Brasilien-Reise.

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Tipps

  • In Rio das Kunstprojekt "Projeto Morrinho" in der Favela Pereira da Silva besuchen.

  • Der Eintritt ins "Museum von Morgen" ist am Dienstag kostenlos. Entsprechend wird das Museum dann aber auch von vielen Schulklassen besucht.

  • Im Fernbus durch Brasilien reisen ist möglich. Viele der kleinen Strandorte im Norden sind aber schlecht erschlossen. Mietauto empfohlen!

  • Açai probieren! Das Sorbet aus Beeren des Amazonas schmeckt lecker und soll auch sehr gesund sein.

  • Zuschlagen in sog. Kilo-Restaurants. Die Buffets sind meist sehr günstig, sehr landestypisch und sehr gut!

  • Moqueca essen! Der Fisch- und/oder Meeresfrüchte-Eintopf mit Kokosnuss ist eines der Nationalgerichte und schmeckt köstlich!

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