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Eine Momentaufnahme aus Namibia

Blog-Beitrag von Franziska Domann, am 25.11.2020

Oryx-im-Abendlicht-Namibia

Namibia! Das bedeutet faszinierende Landschaften, endlos lange Wüsten und eine artenreiche Tierwelt, die jeden seiner Besucher in grosses Staunen versetzt. Kein Wunder, dass das Land einen Tourismusboom erlebte. Doch heute sieht es dort ganz anders aus. «Namibia ist leer wie vor 20 Jahren», erzählt uns Auswanderin Jeannette. Sie und ihr Geschäftspartner Alex leiten das Unternehmen «Namatravel». Heute erfahren wir mehr über die aktuelle Lage vor Ort.

Wie erlebt ihr den Tourismus aktuell bei euch bzw. in Namibia?

Namibia ist leer wie vor 20 Jahren, der Tourismus ist komplett eingebrochen. Es ist eine tolle Reisezeit, denn man ist frei und kann ganz ohne Vorbuchungen das Land erkunden. Viele Vermieter geben ihre Fahrzeuge äusserst günstig raus und zahlreiche Lodges versuchen den lokalen Tourismus durch Specials mit bis zu 75 Prozent Rabatt anzukurbeln.

Mit knapp 2.5 Millionen Bewohnern und der doppelten Fläche von Deutschland ist Namibia eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Reisende können den dicht bewohnten Gebieten ohne Probleme ausweichen und brauchen sich nicht vor dem Virus zu fürchten. Die Auswahl an Unterkünften ist riesig. Klassische Gästefarmen sind eine gute Möglichkeit, Land und Leute näher und authentisch kennenzulernen und eignen sich auch für längere Aufenthalte. Der einzige Nachteil ist, dass nur sehr wenige internationale Flugverbindungen stattfinden.

Wie empfindet ihr den Umgang mit den Massnahmen gegen Covid-19?

Namibia darf aktuell aus allen Ländern bereist werden, da die momentane Situation mit Corona sehr entspannt ist. Die Einreise ist relativ unkompliziert. Gäste haben dabei einen negativen Covid-19-Test in englischer Sprache und nicht älter als 72 Stunden vorzuweisen. Dann steht ihrem Abenteuer nichts mehr im Wege. Bei der Rückreise in die Schweiz sind seit dem 12. Oktober weder Quarantäne noch Test nötig.

Die Unterkünfte selber haben sich Covid-19-tauglich zertifizieren lassen, das bedeutet es gelten Sitzabstände, Desinfektionsmittel, mehr Reinigungen einzuhalten. Beim Einkaufen gilt die Maskenpflicht, zudem wird Fieber gemessen und die Hände müssen desinfiziert sowie der Name eingetragen werden. Weitere beeinträchtigende Vorschriften gibt es nur noch im Nachtleben, aber das betrifft die Reisenden eher weniger (max. 200 Personen / bis max. 22.00 Uhr).

Wie hat sich dein Unternehmen der aktuellen Situation angepasst?

Die grösste Herausforderung ist es, die Gäste zum Reisen zu gewinnen und als Firma zu überleben. Wir versuchen über alle möglichen Kanäle Werbung zu machen und weiterhin im Gespräch zu bleiben.

Leider können wir momentan nicht viel anpassen. Bei uns wurden alle Touren im 2020 storniert oder um ein bis zwei Jahre verschoben. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab, dass einige der umgebuchten Touren nicht stattfinden werden. Viele der Kunden sind stark verunsichert mit der momentanen Situation und wollen/können deshalb nicht reisen. Reiseverbot, Quarantäne bei Rückkehr, Unsicherheit, Jobverlust usw. vermiesen den Urlaubsspass in der Zukunft.

Welche Chancen seht ihr für die Region mit Ausblick auf die Zukunft?

Gute Chancen sehen wir für Individualreisen sowie für Kleingruppensafaris, da der Massentourismus komplett eingebrochen ist und nun nicht mehr über ein Jahr im Voraus gebucht werden muss. Auch für Langzeitreisende, die dem europäischen Winter-Corona entfliehen wollen, gibt es unzählige Angebote. Ein grosser Vorteil ist im Moment auch, dass viel weniger Besucher an den Hotspots anzutreffen sind, vor allem an den Wasserlöchern in den Nationalparks. So können die Besucher das Wildlife absolut ungestört geniessen!

Welchen Tipp würdet ihr Reisenden nach Namibia mit auf den Weg geben?

Namibia lohnt sich im Moment doppelt – wie gesagt gibt es sehr wenige Besucher und es herrscht ein günstiger Wechselkurs! Sowie 365 Tage Sonne und die Möglichkeit, die Weiten der Natur ungestört geniessen zu können. Was für ein Gefühl, die gewonnene Spontanität und Freiheit als Motto beizubehalten. Nicht mehr zwingend ein voll gepacktes Programm in zwei Wochen mit 3'500 km Piste durchzuziehen, bevor es dann zum Entschleunigen nach Mauritius geht. Sondern anzukommen und zu geniessen, sich treiben zu lassen, Gästefarmen länger zu besuchen und mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen. Wer jetzt eine Tour ins wilde, abgeschiedene Kaokoveld unternimmt ist garantiert alleine unter dem afrikanischen Sternenhimmel.

nama-travel-team

Jeannette und Alex unterwegs im Kaokoveld an der Grenze zum Sceleton Coast National Park

Jeannette und Alex haben zusammengezählt über 100 Länder bereist und bringen 35 Jahre Erfahrung im Tourismus mit. Davon rund 16 Jahre im südlichen Afrika. Ihre Passion haben sie sich zum Beruf gemacht: es macht ihnen eine unheimliche Freude, ihren Gästen die atemberaubenden Schönheiten, das Lachen, das Leben und die Leidenschaft Afrikas zu zeigen. Gerne beraten Sie unsere Globetrotter-Reiseexperten zu Möglichkeiten in Namibia mit Jeannette und Alex als Gastgeber. Persönlich sorgen die beiden dafür, dass Ihre wertvollsten Wochen des Jahres zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

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