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Unterwegs in der Welt – Globetrotter Kunden teilen ihr Erlebtes

Blog-Beitrag von Franziska Domann, am 27.01.2021

Kairo Ägypten

Alessandra und Mike zogen im September 2020 los auf ihre Weltreise. Statt einer durchgeplanten Tour sind sie nun spontan unterwegs. Heute erzählen sie uns, wo sie schon überall waren und wie sie die Länder während der aktuellen Situation erleben.

Welche Länder habt ihr auf eurer Weltreise schon besucht?

Ursprünglich haben wir uns eine Reihe an Ländern ausgesucht, welche uns aufgrund ihrer Natur oder Kultur als sehenswert erschienen. Die ursprüngliche Reise hätte uns, stets in Richtung Osten reisend, einmal um die Welt gebracht. Doch es kam bekanntlich alles anders.

Wir durften bis jetzt Österreich, Italien, Griechenland, Ägypten, Kenia, Tansania, Sambia, Südafrika und Brasilien auf dieser Reise besuchen. Wir lassen uns treiben und besuchen die Länder, welche für Reisende geöffnet sind, solide Flugverbindungen haben und wir genügend verlässliche Informationen zur Situation vor Ort finden können. Pläne machen wir, wenn überhaupt, für höchstens zwei Wochen, da sich die Situation ständig ändert.

Wie habt ihr den Tourismus in den jeweiligen Ländern erlebt?

In mehreren der bisher besuchten Ländern gehörten wir nach dem Ausbruch der Pandemie zu den ersten Reisenden. Viele berichteten uns, dass Monate ohne Touristen und entsprechendes Einkommen hinter ihnen liegen. Wir wurden herzlich empfangen und hatten das Gefühl, dass die Leute um die zurückkehrenden Reisenden froh waren. In Ägypten begrüssten uns Kinder auf der Strasse mit den Worten «Welcome back, money». In anderen Ländern hat der Inlandtourismus während der Pandemie zugenommen: Statt in die Ferne zu reisen, wollten wohl viele ihr eigenes Land besser kennenlernen.

Wie empfandet ihr den Umgang mit den Massnahmen gegen Covid-19?

Wir haben uns schnell an die neuen Regeln gewöhnt. Massnahmen wie PCR Tests zur Einreise, Maskenpflicht, Hygieneregeln, Social Distancing und Sperrstunden galten in den meisten Ländern, welche wir besucht haben. Deutliche Unterschiede gab es hingegen bei der Umsetzung dieser Regeln. Nicht überall hält sich die Bevölkerung konsequent an die Regeln, was teils sicherlich auch mit der Einstellung der jeweiligen Regierung zu tun hat. Spannend war für uns zu beobachten, dass einige Länder in Afrika unserer Meinung nach von früher gemachten Erfahrungen im Umgang mit Epidemien profitiert haben – auf uns hat deren Organisation der Testzentren einen sehr guten und effizienten Eindruck gemacht.

Grundsätzlich haben wir aber überall gute Erfahrungen gemacht und uns sicher gefühlt. Unumgänglich ist sicherlich eine hohe Eigenverantwortung seitens der Reisenden, unabhängig der jeweiligen Massnahmen.

Wie haben sich eure Unterkünfte und die Anbieter eurer gebuchten Aktivitäten der aktuellen Situation angepasst?

Allgemein sehr gut und doch sehr verschieden. Bei den Unterkünften gab es z.B. grosse Unterschiede beim Frühstück – so haben wir vom normalen Buffet, zu bedientem Buffet (Einzelabfertigung) bis zur Variante «Es darf nur im Zimmer gegessen werden» alles erlebt. Maskenpflicht, sehr häufige Temperaturkontrollen und regelmässiges Desinfizieren der Hände waren sowohl bei den Unterkünften wie auch bei den Aktivitäten selbstverständlich – Sansibar mal ausgenommen. Teils erlebten wir auch sehr kreative Massnahmen, wo beispielsweise sogar unser Gepäck beim Check-In im Hotel desinfiziert wurde oder wir über eine spezielle Schuhmatte gehen mussten, damit auch diese virenfrei waren. Bei Aktivitäten wurde die Kapazität oft um mindestens die Hälfte reduziert, damit die Abstände eingehalten wurden – da wir aber oftmals sowieso die einzigen Reisenden waren, spielte dies gar keine Rolle.

Welche Vor- und Nachteile seht ihr für Reisende in der aktuellen Situation?

Das Offensichtliche: Die Massen fehlen. Beliebte Touristenspots (z.B. die Pyramiden in Ägypten oder die Viktoriafälle in Sambia) waren verlassen und wir konnten sie in Ruhe bestaunen. Mangelnde Verfügbarkeit oder Wartezeiten, wie man es sonst kennt, waren bisher nie ein Problem.

Die Einreise in ein Land ist mit Mehraufwand verbunden: Fast alle Länder verlangen ein negatives PCR Testresultat und dazu das Ausfüllen zahlreicher Gesundheitsformulare. Zudem ist es eine Herausforderung, an aktuelle und zuverlässige Informationen zur Einreise und der Situation im jeweiligen Land zu kommen.

Wir wurden oft gefragt, ob das Reisen während der Pandemie günstiger ist. Unserer Erfahrung nach ist das Reisen in der aktuellen Situation nur bedingt günstiger. Denn es entstehen Mehrkosten für PCR Tests, teurere Flugverbindungen und reduzierte Hotelverfügbarkeiten. Dafür profitieren wir öfters von Spezialangeboten, z.B. bei Aktivitäten.

Doch wir sehen in den kurzfristigen Änderungen der aktuellen Situation auch eine grosse Chance: Statt einer durchgeplanten Weltreise, reisen wir nun zwangsläufig viel spontaner. Viele tolle Begegnungen oder Orte hätten wir sonst vermutlich verpasst. Spontanes Reisen ist für uns neu und wir haben es sehr zu schätzen gelernt.

Auf Reisen bewegen uns meistens die Begegnungen mit Einheimischen. Waren solche Begegnungen für euch trotzdem möglich und wenn ja, was war euer Schlüsselerlebnis?

Ja! Trotz dem Corona Virus hatten wir viele bereichernde und spannende Begegnungen mit Einheimischen. Drei kleine Beispiele dazu: In Rio de Janeiro hat uns ein lokales Pärchen eingeladen, einen Törn auf ihrem Segelschiff zu machen. Im ägyptischen Assuan hat uns ein älteres Ehepaar spontan die Inseln der Stadt gezeigt. Ein Taxifahrer in Luxor hat uns, nachdem er sich lauthals über die korrupte Regierung und seine Landsleute beschwert hat, auf halber Fahrt ausgeladen, weil er noch das Bestechungsgeld für die lokale Regierungswahl abholen wollte – umgerechnet 12 Franken hat er für seine Stimme erhalten.

Welchen Tipp würdet ihr Reisenden mit auf den Weg geben?

Wir finden, dass pflichtbewusstes Reisen mit der entsprechenden Eigenverantwortung auch in der aktuellen Situation möglich ist. Es gibt Einschränkungen, aber es gibt auch Chancen. Unser Tipp: sich mehr als zuvor über die Situation im jeweiligen Land zu informieren und auch während dem Aufenthalt stets auf dem Laufenden zu bleiben.

  • Segeln_RioDeJaneiro
  • White Desert
  • Sansibar_mit_Stonetown
  • Abflug_Griechenland
  • Viktoria
  • Masai_Mara_4_Geparde
  • Kamel

Alessandra und Mikes Weltreise verläuft alles andere als geplant. Aber genau dieses spontane Reisen haben sie nun zu schätzen gelernt, denn viele Orte oder tolle Begegnungen hätten sie ansonsten verpasst. Die nächsten Reiseziele suchen sie sich maximal zwei Wochen im Voraus raus.

An den bereits besuchten Ländern faszinierten sie die Sauna-Aufgüsse im Tirol, die Fahrkünste der Neapolitaner, das gute Essen Griechenlands, die Geschichte Ägyptens, die Tierwelt Kenias, das kulturelle Potpourri in Sansibar, das Wasser des indischen Ozeans, die Victoriafalls in Sambia und der Lifestyle der Cariocas in Brasilien. Wann sie genau in die Schweiz zurückkehren, steht noch in den Sternen.

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